Golzheim: Streit um Lärmschutzwand an der Uerdinger Straße

Golzheim : Streit um Lärmschutzwand an der Uerdinger Straße

Wächst bald wilder Wein an der Uerdinger Straße? Das wünschen sich durchaus manche Anwohner wie auch Mitglieder der Bezirksvertretung 1.

Das Grün soll helfen, die geplante Lärmschutzwand an der Uerdinger Straße zu verschönern. Denn über die hatte es in den letzten Wochen einige Diskussionen gegeben. So war nun Gert Wiechers vom Umweltamt in die BV gekommen, um einen Sachstandsbericht zu der geplanten Lärmschutzwand zu geben. Eine Informationsvorlage in der Sitzung zuvor hatten die BV-Mitglieder als zu dürftig bemängelt.

Nach dem Willen der Planer soll sich die Wand über eine Länge von fast einem Kilometer von der Theodor-Heuss-Brücke bis zur Heinrich-Erhardt-Straße erstrecken und aus Aluminium bestehen, weil das hochabsorbierend ist, also besonders viel Lärm schluckt. Nachdem im Herbst die Verwaltung die Wand im Umweltauschuss vorgestellt hatte, war jedoch Kritik von den Anwohnern laut geworden: Viele hätten sich statt Aluminium lieber Glas gewünscht. Andere befürworteten dagegen Holz. Glas, so Wiechers jetzt in seiner Antwort, sei jedoch nicht in der Lage, Verkehrslärm zu absorbieren. Und Holz würde zu schnell verrotten. Die Bezirksverwaltungsstelle hatte bereits zum Jahresende die Anwohner über die Pläne informiert und Aufklärungsarbeit geleistet. Es gab zwischenzeitlich einen regen Briefwechsel.

Bei der Diskussion jetzt in der BV zeichnete sich zuletzt ein Kompromiss ab: Eventuell wird der Bereich rund um die Lärmschutzwand doch entgegen ersten Überlegungen zumindest teilweise begrünt. Eben mit wildem Wein, wie vorgeschlagen wurde. Und auch eine künstlerische Gestaltung wurde in Erwägung gezogen. Damit sollen unerwünschte Graffiti-Schmierereien verhindert werden. Die Verwaltung will beide Vorschläge nun prüfen.

(RP)
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