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Kalkum: Finanzminister bei SPD-Empfang

Kalkum : Finanzminister bei SPD-Empfang

Schöne Kindheitserinnerungen hat Philipp Tacer an den Park rundum das Kalkumer Schloss, gestern sprach der SPD-Politiker dort als Anwärter für den Deutschen Bundestag vor Parteigenossen und Bürgern.

In seiner Rede beim Neujahrsempfang der SPD-Nord stellte er sich im gut gefüllten Konzertsaal des Schlosses vor und versprach: "Die SPD kämpft seit 150 Jahren für eine bessere Gesellschaft, und auch ich möchte dazu einen Beitrag leisten." Als langjähriger Asta-Vorsitzender an der Universität Düsseldorf habe er sich unter anderem für die Einführung des NRW-weit gültigen Bahntickets und die Befreiung von den Studiengebühren für Erstsemestler eingesetzt. Heute engagiert sich der gebürtige Düsseldorfer in der Kommunalpolitik, hat sich vor allem einen möglichst flächendeckenden Wohlstand aller Düsseldorfer auf die Fahnen geschrieben und will Kanzlerkandidat Peer Steinbrück bei der Mietpreisbremse unterstützen.

Im Anschluss wurde beim Neujahrempfang mit großer Spannung die Gastrede des NRW-Finanzministers Norbert Walter-Borjans erwartet. Der Minister betonte in seiner rund 30-minütigen Ansprache, dass Stabilität in Deutschland und Europa ohne Solidarität nicht denkbar sei. Er kritisierte die "Mehrbelastung der Ehrlichen" durch die jährliche Steuerhinterziehung von 30 Milliarden Euro, wodurch auch der NRW-Finanzminister auf immerhin drei Milliarden Euro zusätzlich verzichten müsse. Außerdem plädierte er vor den rund 180 Anwesenden für mehr Investitionen in Bildung, Qualifizierung und Integration, wenn man die Anzahl der Empfänger von Transferleistungen langfristig dezimieren wolle.

"Unter einer sozialdemokratischen Führung verstehe ich, dass bei jedem auch das Bewusstsein dafür geweckt wird, dass er an seinem Platz eine wichtige Funktion im Staat erfülle. Den Staat verstehe ich vor allem als Produzent von Chancen", so der Minister. Nach seinem offiziellen Auftritt stand Norbert Walter-Borjans, genauso wie die Europaabgeordnete Petra Kammerevert, die Bürgermeisterin Gudrun Hock oder die Mitglieder des Rates Claudia Bednarski, Andreas Rimkus und Peter Knäpper, für Gespräche und Anregungen der anwesenden Bürger zur Verfügung.

(sso)