Jugendfreizeiteinrichtung für 7,6 Millionen Euro in Düsseldorf Lichtenbroich

Jugendarbeit : Ein Haus für Kinder, Jugendliche und Familien

Lichtenbroich bekommt endlich eine neue Jugendfreizeiteinrichtung, an die eine Kita angeschlossen wird. 7,6 Millionen Euro werden investiert.

Immer wieder waren die Planungen für einen Neubau der Jugendfreizeiteinrichtung Blue Rock in Lichtenbroich verschoben worden, obwohl der Rat diese bereits 2009 beschlossen hat. Seitdem hat die Bezirksvertretung 6 regelmäßig vergeblich die Umsetzung angemahnt. Jetzt könnte es nach der langen Verzögerung losgehen, allerdings muss der Stadtrat im März erneut seine Zustimmung erteilen, denn inzwischen wurde das Konzept überarbeitet.

So soll an dem Standort am Lichtenbroicher Weg nicht nur eine Einrichtung für Jugendliche, sondern ein Haus für Kinder, Jugendliche und Familien errichtet werden. Künftig gibt es dort auch eine Kita mit vier Gruppen mit insgesamt 22 Plätzen für unter dreijährige Kinder und 48 Plätze für über dreijährige Kinder. Denn besonders in Lichtenbroich werden neue Plätze benötigt. Hier lag zuletzt die Versorgungsquote von Kindern über drei Jahren bei nur 80 Prozent und bei unter drei Jahren bei 43 Prozent.

Zudem soll in dem zweistöckigen L-förmigen Gebäude ein Café mit Eltern- und Familienbereich eingerichtet werden. Für die Jugendfreizeiteinrichtung (JFZ) sind unter anderem ein Multifunktionsraum, ein Bewegungsraum und ein Werkraum vorgesehen. Sowohl Kita wie auch die JFZ erhalten Außenspielflächen. Insgesamt 7,6 Millionen sollen an dem Standort investiert werden. Baubeginn ist im dritten Quartal 2020 geplant, sodass die Einrichtung nach 16 Monaten Bauzeit Ende 2021 eröffnet werden kann. Abgewickelt wird das Projekt durch die Immobilien Projekt Management Düsseldorf GmbH (IPM).

Da eine Weiternutzung des jetzigen Gebäudes während der Bauzeit nicht möglich ist, das Angebot für Kinder und Jugendliche aber durchgängig aufrecht erhalten werden soll, ist eine Verlagerung des Blue Rock geplant. Zurzeit wird eine Fläche gesucht, auf der dafür Container aufgestellt werden können. Das Arbeiten in einem Provisorium ist die JFZ gewohnt, denn das jetzige Zentrum besteht aus den ehemaligen Baucontainern von der Baustelle des Rheinufertunnels. Vor 25 Jahren wurden diese aufgestellt und waren eigentlich nur als eine Zwischenlösung gedacht.

Mit dem neuen Haus soll nun eine zentrale Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern geschaffen werden. „Das Alter der Zielgruppe im Kinder- und Jugendbereich wird auf sechs Jahre gesenkt, um einen direkten altersmäßigen Übergang Kita-Grundschule mit Unterstützung der Freizeiteinrichtung zu gewährleisten“, heißte es in der Verwaltungsvorlage. Eine enge Zusammenarbeit mit den umliegenden Grundschulen wird künftig angestrebt.

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