Düsseldorf: Neues THW-Zentrum eröffnet

Feierliche Eröffnung : Neues Zentrum fürs Technische Hilfswerk in Düsseldorf

Politische Prominenz und Ehrenamtler freuten sich bei der Eröffnung über das neue Verwaltungsgebäude des Technischen Hilfswerks in Lichtenbroich.

Der zehnjährige „Hürdenlauf“ ist beendet. „2008 gab es die ersten Gespräche“, erläutert der THW-Ortsbeauftragte Rolf Sommer „Es war klar, dass der Ortsverband des Technischen Hilfswerks eine neue Bleibe braucht. Die Unterkunft auf der Oberhausener Straße war in die Jahre gekommen und der Wechsel des Eigentümers, der das Gebäude einem neuen Verwendungszweck zuführen möchte, machten einen Umzug zwingend notwendig.“

Inzwischen hat Freude den Frust im THW-Ortsverband verdrängt, denn ein Verwaltungs- und Schulungsgebäude wurde gefunden und nach den Bedürfnissen der technischen Helfer umgebaut. Die Fahrzeughalle wird derzeit neu gebaut – die Fertigstellung ist fürs Frühjahr 2019 geplant. Jetzt haben die insgesamt 160 Helfer des THW-Ortsverbands ein etwa 750 Quadratmeter großes, modernes Zentrum für ihr Ehrenamt.

Zuzana Magurova, genannt Susi, gehört beim THW zur Minderheit. Unter den 100 aktiven THW-Helfern in Düsseldorf sind nur 18 Frauen. Berufsbedingt kam die studierte Umweltwissenschaftlerin vor vier Jahren nach Düsseldorf. Sofort schloss sie sich dem THW an. „Ich habe Spaß daran, Menschen zu helfen und ich habe Spaß an großen Maschinen“, verrät Magurova. „Als ich neu in Düsseldorf war, habe ich das Ehrenamt beim THW bewusst gewählt, um neue Leute und Freunde kennenzulernen. Durch die Helferausbildung wird man zusammengeschweißt.“ Sie ist jetzt so engagiert bei der Sache, das sie Zusatzausbildungen gemacht hat. So ist die 30-jährige gebürtige Tschechin Maschinistin für ein Stromerzeugungsaggregat. „Auf meiner Liste steht noch, den Radlader-Führerschein zu machen“, sagt sie mit leuchtenden Augen.

Genau wie Guido Müller und Axel Eiden. Beide sind seit 1986 dabei. „Ich möchte in meiner Freizeit etwas anderes machen als nur auf einer Tastatur herumzuklimpern“, sagt Müller, der hauptberuflich als IT-Spezialist arbeitet. „Ich will anpacken und mir auch mal die Hände schmutzig machen.“ Beim THW ist er Gruppenführer Fachgruppe Sprengen. Eiden ist als Schirrmeister für Fahrzeuge und Ausstattung verantwortlich. Beide hatten sich anfangs für einen zehnjährigen THW-Dienst als Bundeswehr-Ersatzdienst verpflichtet. „Technik liegt mir im Blut, aber, dass ich solange beim THW bleibe, hätte ich auch nicht gedacht“, gesteht Eiden.

Guido Müller (rechts) und Axel Eiden sind THW-Veteranen und immer noch dabei. Damit haben die beiden beim Eintritt vor über 30 Jahren nicht gerechnet. Foto: Endermann, Andreas (end)

Aktiver Helfer möchte auch Hendrik werden. Der Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums muss aber noch acht Jahre warten, denn erst mit 18 darf er zu Einsätzen fahren. „Vor einem Jahr war ich beim Weltkindertag am THW-Stand und das hat mich interessiert. Später war ich bei einem Tag der offenen Tür und habe gewusst, das mache ich“, sagt er. Er besitzt alle THW-Playmobil-Figuren und ist technisch interessiert.

Das jüngste Mitglied des THW Düsseldorf heißt Hendrik und ist zehn Jahre alt. Er freut sich schon darauf, aktiv mitwirken zu dürfen. Foto: Endermann, Andreas (end)

Bei der Schlüsselübergabe für das neue THW-Verwaltungsgebäude waren unter anderem die Bundestagsabgeordneten Sylvia Pantel (CDU) und Andreas Rimkus (SPD), die Landtagsabgeordneten Markus Herbert Weske (SPD) und Peter Preuß (CDU) sowie die Ratsmitglieder Dirk-Peter Sültenfuß (CDU) und Philipp Tacer (SPD) anwesend.

THW-Präsident Albrecht Broemme zeichnete den Ortsbeauftragten Rolf Sommer mit der höchsten THW-Auszeichnung, dem Ehrenzeichen in Gold, einer offiziellen Auszeichnung des Bundesinnenministeriums, für sein außerordentliches Engagement aus. Sommer befände sich „im 45. Jahr seiner Ausbildung“, so Broemme.

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