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Mörsenbroich: Vorerst keine neue Jugendfreizeiteinrichtung

Mörsenbroich : Vorerst keine neue Jugendfreizeiteinrichtung

Bereits vor zwei Jahren hat die Bezirksvertretung 6 die Verwaltung um einen Bericht über die Situation von Jugendfreizeiteinrichtungen in Mörsenbroich gebeten. Der Hintergrund ist, dass bereits 2009 die Jugendfreizeiteinrichtung (JFZ) Eggerscheidter Straße geschlossen wurde und eine dafür als Ersatz geplante Einrichtung im Neubaugebiet Gartenstadt Reitzenstein nie realisiert wurde.

Wie Johannes Horn, Leiter des Jugendamtes, dem Gremium nun mitteilte, hat diese Entwicklung mit den geänderten Bedarfen im Stadtteil zu tun. Die JFZ Eggerscheidter Straße wurde ursprünglich eingerichtet, weil in Notunterkünften im Umfeld der JFZ viele Kinder lebten. "Wir wollten, dass diese auf kurzen Wegen eine Einrichtung erreichen konnten, mit Betreuung und Hausaufgabenhilfe", sagt Horn.

Als 2009 nur noch drei bis sieben Besucher täglich in die JFZ kamen, wurde beschlossen, diese zu schließen und die Angebote in die Räume des Abenteuerspielplatzes an der St.-Franziskus-Straße zu verlegen. Die geplante JFZ in der Gartenstadt wiederum wurde vorerst nicht realisiert, weil zunächst die Einrichtung einer Kindertagesstätte Vorrang bekam. Bei den Planungen des Neubaugebietes war man von 172 künftigen Bewohnern unter sechs Jahren ausgegangen. 2016, also fünf Jahre später, lebten aber tatsächlich 581 Kinder unter sechs Jahren dort. "Die Schaffung von Kitaplätzen hatte oberste Priorität, da darauf ein Rechtsanspruch besteht", erklärt Horn.

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Gebaut wurde deshalb eine Einrichtung mit sieben Gruppen. Diese wurde aber so geplant, dass sie später in ein Haus für eine Kindertagesstätte, für Familien und Jugend umgestaltet werden kann. Denn auch bei der Prognose für jugendliche Bewohner hatte man sich stark verschätzt. 2011 ging man von 257 Bewohnern der Gartenstadt zwischen sechs und 17 Jahren aus. 2016 lebten dort aber tatsächlich bereits 710 Jugendliche.

(brab)