Tönisvorst: Stadt investiert in Kita Wiemespfad

Tönisvorst: Stadt investiert in Kita Wiemespfad

Fast eine halbe Million Euro will die Stadt in die Sanierung der Kindertages-stätte Wiemespfad stecken. Mehr als 300.000 Euro übernimmt das Land.

Schon lange verfolgt die Stadt den Plan, das Gebäude, in dem die AWO-Kindertagesstätte "Kunterbunt" untergebracht ist, zu sanieren. Nun ist es endlich soweit. Im zuständigen Fachausschuss stellt Architektin Bettina Kempen von Büro Kempen und Kleinheyer in Krefeld das Vorhaben vor.

Weil das Gebäude am Wiemespfad, das aus dem Jahr 1958 stammt und ursprünglich als Volksschule gebaut worden ist, erhebliche Mängel aufweist, haben die Architekten eine umfassende Sanierung ins Auge gefasst. "Aufgrund des Alters und der geringen Dämmung des Gebäudes gibt es erhebliche Baumängel", führt Bettina Kempen aus. Dass das Haus außerdem in keiner Weise der aktuellen Energieverordnung entspricht, versteht sich von selber. Unter anderem durch eine neue Außenhaut und ein Lüftungskonzept soll sich das ändern. Auch der Schimmelbildung an den Wänden soll damit ein Ende gesetzt werden.

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Darüber hinaus wird der feuchte Keller, in dem sich ein Mehrzweckraum befindet, isoliert. Außerdem werden die Glasbausteine, die die Kondensierung des Wassers fördern, durch moderne Fenster ersetzt. Die Dächer, die teilweise undichte Stellen aufweisen, werden saniert, neue Fenster und Türen sind im gesamten Gebäude vorgesehen, ein aufwändiger, außenliegender Sonnenschutz aus modernem Glasfasergewebe an allen Seiten gehört außerdem zum Sanierungskonzept. Am Ende soll die Kita ihrem Namen entsprechend noch eine kunterbunte Fassade bekommen, was die Architektin als "gestalterisch sehr ansprechend" vorstellt.

Die Einrichtung bleibt während der Arbeiten geöffnet. Der Austausch der Fenster wird in den drei Wochen der Ferien vorgenommen, wenn die Kita sowieso geschlossen ist. Etwa 490.000 Euro wird die Sanierung kosten. Die Stadt trägt einen Eigenanteil von 188.741 Euro, der Rest kommt als Fördergeld vom Land. Beginnen sollen die Arbeiten am 25. Juni. Der Zeitplan sieht vor, dass zum Jahresende alle Arbeiten abgeschlossen sind. Warum drei Jahre vom ersten Beschluss, das Haus zu sanieren, bis zur tatsächlichen Umsetzung vergangen sind, konnte Jörg Friedenberg, Mitarbeiter im städtischen Fachamt, auf Anfrage der Politiker nicht erklären.

(WS03)