Eine Wohnsiedlung in Lichtenbroich wird komplett umgestaltet.

Wohnungsbau : „Klein-Korea“ verändert sein Gesicht

Die Weichen für die ersten Bauarbeiten in der Siedlung sind gestellt. Dort wird unter anderem eine Seniorenwohnanlage entstehen, außerdem sollen drei Mehrfamilienhäuser gebaut werden.

In der Bezirksvertretung 6 ist der Bebauungsplan-Entwurf für den nördlichen Volkardeyer Weg genehmigt worden. In einem kleinen Teilbereich der 1950 erbauten Wohnsiedlung (“Klein-Korea“) der Düsseldorfer Bau- und Spargenossenschaft (Dübs) sollen drei viergeschossige Mehrfamilienhäuser mit 54 Wohnungen und entlang der Krahnenburgstraße und am Einbrunger Weg eine Seniorenwohnanlage mit 81 Wohneinheiten entstehen.

Die Seniorenwohnanlage soll den Bewohnern der Siedlung mit ihren bislang 212 Ein- und Zweifamilien-Reihenhäuser mit insgesamt 361 Wohneinheiten ermöglichen, im Quartier alt zu werden. Teilweise leben die Bewohner schon seit vielen Jahrzehnten hier und sind vor Ort gut vernetzt.

Die geplante Umgestaltung der Wohnsiedlung „Klein-Korea“ hatte für viel Unruhe im Stadtteil Lichtenbroich gesorgt. Besonders den geplanten Abriss von 81 zum Teil stark sanierungsbedürftigen Einfamilienhäusern wollten die Bewohner nicht hinnehmen. Inzwischen steht fest, dass die Gebäude im nördlichen Siedlungsteil in den nächsten Jahren nach und nach modernisiert, die Häuser im südlichen Teil durch Neubauten ersetzt werden. Dort wird mit 20 Prozent öffentlich gefördertem und 20 Prozent preisgedämpftem Wohnungsbau das Handlungskonzept Wohnen der Stadt voll umgesetzt. Damit soll weiterhin günstiges Wohnen im Quartier ermöglicht werden. Zurzeit liegen dort die Kaltmieten zwischen drei und acht Euro pro Quadratmeter. Die Stellplätze für die Seniorenanlage und die Mehrfamilienhäuser werden in Tiefgaragen eingerichtet.

Da die Entwicklung des gesamten Gebietes in verschiedenen Zeitabschnitten stattfindet, kann den betroffenen Bewohnern innerhalb des Wohngebietes Ersatzwohnraum angeboten werden. Sie hatten aber immer wieder kritisiert, dass die Ersatzwohnungen schlechter als die bisher bewohnten Wohnungen seien. So haben einige Mieter ihre Häuser in Eigenleistung selber aufwendig ausgebaut.

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