Hamm/Eller: Hingucker für Heimatverliebte

Hamm/Eller: Hingucker für Heimatverliebte

Sarah Fischer fertigt Schmuck mit Düsseldorfer Motiven an.

Eigentlich hat Sarah Fischer ja Kommunikationsdesign studiert und in dem Beruf auch in einer Galerie für zeitgenössische Kunst gearbeitet. Die Galerie gibt es nicht mehr, was für Sarah Fischer aber kein Problem mehr darstellt, denn sie hat sich längst auf eigene Füße gestellt. Die 40-Jährige fertigt Schmuck an, der mit Düsseldorfer Motiven verziert ist: Ringe, Ohrstecker, Armbänder (auch für Männer) mit Fernsehturm, Jan Wellem, Radschläger, DEG- und Fortuna-Logo oder auch einfach mal nur der Schriftzug eines Stadtteils. "Heimatstyle" nennt sie ihre Kollektionen. "Das gab es schlichtweg vorher nicht. Mützen, Taschen, Poster, ja, Schmuck, nein", begründet sie den Sprung ins kalte Wasser vor fünf Jahren. Mit den Ohrsteckern fing alles an, "dann kamen Anregungen aus dem Bekanntenkreis, ich sollte doch auch mal Druckknöpfe oder Kühlschrankmagneten machen", erzählt Fischer. Inzwischen kreiert sie ebenso Schmuck auf Beton, "den gieße ich sogar selbst".

Ihr Atelier hat sie in Hamm, dort werden die Unikate per Hand angefertigt. Ist die handwerkliche Arbeit an einem Stück noch recht überschaubar, gerät die Vorbereitung gerne umso intensiver. "Ich benutze ausschließlich eigene Fotos oder Illustrationen als Vorlage, die ich dann am Computer bearbeite. Die Vorlagen werden auf hochwertigem Fotopapier oder Spezialfolie ausgedruckt und manuell auf die gewünschte Größe gestanzt. Das kann alles zusammengenommen schon mal zwei Stunden für ein Schmuckstück dauern", sagt Fischer, die ursprünglich eine ganz andere kreative Richtung einschlagen wollte: Unter dem Namen Galerie Charlotte Design wollte sie sich auf Papeterie, Post- und Grußkarten spezialisieren, "das läuft mittlerweile aber nur noch nebenher, ich konzentriere mich weitestgehend auf Heimatstyle", sagt die Designerin, die 20 Jahre in der Altstadt lebte, ehe sie mit ihrem Mann nach Hamm zog.

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Um die 30 Euro kosten Ohrstecker, wenn sie zum Beispiel aus Silber sind, es gibt aber auch billigere Varianten für zehn Euro. Viel vertreibt Sarah Fischer über das Internet, Teile ihrer Kollektionen sind zudem in bestimmten Läden erhältlich, zusätzlich tingelt Sarah Fischer viel über Märkte - und macht dabei auch wieder auf dem Ostermarkt in Eller am Sonntag, 18. März, auf dem Gertrudismarkt Station. Vielleicht schaut dann ja auch wieder eine Kölnerin vorbei und bestellt ein Unikat mit Düsseldorf-Motiv wie kürzlich. "Das war allerdings eine Ex-Düsseldorferin, die in die Domstadt ausgewandert ist", bemerkt die 40-Jährige einschränkend.

Info: galeriecharlotte.de

(arc)