Düsseldorf: Bahnfahrer soll Schulkinder beschimpft haben

Düsseldorf: Bahnfahrer soll Schulkinder beschimpft haben

Schüler der achten Klasse der Werner-von Siemens-Realschule sollen bei einem Klassenausflug von einem Rheinbahn-Fahrer wüst beschimpft worden sein, weil sie die Bahn an einer Haltestelle fast fünf Minuten aufgehalten haben.

Die Kinder aus der achten Klasse kamen von einer Besichtigung, als sie die U 75 von der Haltestelle am Handweiser zurück in die Innenstadt nehmen wollten.

Einige Schüler, die schneller als andere - inklusive der Lehrerin waren - sprangen in die Bahn und blockierten die Türen für die nach und nach eintreffenden Klassenkameraden. Der Fahrer soll eine Schülerin angeherrscht haben, sie solle aus dem Weg gehen. Das teilte die Mutter des Mädchens, die Elternpflegschaftsvorsitzende der Klasse und ebenfalls Lehrerin, unserer Redaktion in einem Brief mit. Als ihre Tochter dem Fahrer erklärte, dass die Lehrerin noch einsteigen müsse, beschimpfte der Fahrer sie laut Brief als "asoziale Sau" und die anderen Kinder, die die Türen blockierten als "asoziale Arschlöcher". Als diese die Türen frei machten, fuhr der Fahrer los, die Lehrerin konnte nicht mehr einsteigen. "Das ist grob fahrlässig", schreibt die Elternpflegschaftsvorsitzende. Das Einsteigen der Lehrerin hätte vielleicht zwei Sekunden gedauert.

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"Dank unseres Fahrtenschreibers können wir nachweisen, wie lange die Bahn an der Haltestelle am Handweiser stand", sagt Rheinbahnsprecher Eckhard Lander zu dem Fall. "Fast fünf Minuten haben die Kinder die Türen blockiert, damit die Schüler mit der Lehrerin die Bahn noch erreichen." Die anderen Fahrgäste hätten aber auch ein Recht, pünktlich weiterzufahren. Die Bahnen führen im 10-Minuten-Takt. Der Fahrer habe sich jedoch, so Lander, "gründlich im Ton vergriffen".

(aka)