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Düsseldorf: 2,7 Millionen Fluggäste in den Ferien

Düsseldorf : 2,7 Millionen Fluggäste in den Ferien

Der Lufthansa-Streik ist schuld: Mit einem kleinen Minus von 0,7 Prozent schließt der Airport die „starken“ sechs Ferienwochen ab. 20 000 Menschen weniger starteten und landeten. Trotzdem: Die Gepäckbelader haben alle Hände voll zu Tun bei dem „Knochenjob“.

Ob 2,7 Millionen, 2,65 Millionen oder sogar 2,8 Millionen: Dirk Gartmann ist es herzlich egal, wie viele Passagiere in den vergangenen sechs Ferienwochen am Flughafen gelandet und gestartet sind. Für den 34-Jährigen ist es „ein Knochenjob“. Seit 13 Jahren wuchtet der Oberhausener am Airport die Koffer und Gepäckstücke von den Bändern in die Wagen. Dann werden sie ans Flugzeug gebracht, wo bereits Swen Schröder wartet. Er belädt dann den Bauch des Fliegers.

Die beiden werden es kaum gemerkt haben, aber: In den vergangenen sechs Ferienwochen flogen minimal weniger Menschen vom und zum Flughafen Düsseldorf als im Vorjahreszeitraum. 2,7 Millionen Fluggäste (minus 0,7 Prozent) waren 20 000 weniger als 2007. An Starts und Landungen verzeichnete der Flughafen ein Minus von 0,3 Prozent. „Der Lufthansa-Streik hat wohl insgesamt ein Plus verhindert“, sagte Flughafensprecher Christian Witt.

Doch auch die 2,7 Millionen haben Gepäck dabei. Und das ist schwer: „Die neuen Koffer mit den Rollen sind sehr angenehm für die Gäste. Sie führen aber auch dazu, dass immer mehr hineingepackt wird, weil es ja leicht ist zu schieben ist“, sagt Witt. Gartmann, Schröder und ihre Kollegen müssen es ausbaden und kräftig anpacken.

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Viele fliegen in den „Dollarraum“

15 Minuten, je nach Flugzeugtyp und Flugaufkommen ein paar Minütchen mehr oder weniger, haben die Belader Zeit, den Flieger zu be- oder entladen, sagt Witt. Zum Ferienauftakt am 27. Juni drängte die Zeit besonders: Mit 68 000 Passagieren war er der stärkste Tag, das Wochenende insgesamt nutzten die meisten Fluggäste, um zu fliegen: insgesamt 181 000 an den drei Tagen. Auffallend: Besonders viele Ferienreisende zog es in den so genannten Dollarraum. Soll heißen: Etliche genossen den derzeit günstigen Wechselkurs des Dollars in Ländern wie den USA, der Dominikanischen Republik und dem gesamten Karibik-Raum, die auf der Basis des Dollars abrechnen.

Auf Dollarbasis auf die faule Haut legen konnten sich Schröder und Gartmann am vergangenen Wochenende nicht. Durchschnittlich 17 Tonnen schleppten er und seine Kollegen pro Schicht auf die Bänder oder in und aus den Flugzeugen. Das sind etwa 1000 Gepäckstücke. Und die Koffer müssen ja nicht nur rein und raus: Business-Gepäck wird bevorzugt behandelt und muss als erstes aufs Band. da kommt zum Schleppen manchmal noch etwas Sortieren. Kein Wunder also, dass dem Flughafen die Gesundheit seiner Gepäckbelader verstärkt am Herzen liegt. „Wir bieten immer mehr Rückenkurse an, in denen das richtige Belasten geübt wird“, sagt Witt.

(RP)