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Rheinbahn: Wasser-Diesel hat kaum Chancen

Rheinbahn : Wasser-Diesel hat kaum Chancen

Hohe Erwartungen hatten die Rheinbahntechniker auf einen besonderen Treibstoff-Mix gesetzt: Gängiger Diesel sollte nach einem Konzept von Professor Reinhard Strey (Physikalisch-chemisches Institut der Uni Köln) mit Wasser gemischt werden.

Das Ziel: ein geringerer Kraftstoffverbrauch und eine Verminderung der Schadstoffe. Der Trick ist das Beigeben von Tensiden, die das Vermischen von Öl und Wasser ermöglichen.

Nach einem Jahr Alltagsbetrieb mit dem Gemisch in zwei Bussen sind die Techniker jedoch ernüchtert: "Nicht sieben oder acht Prozent Diesel werden eingespart wie anfangs erwartet, sondern höchstens fünf Prozent", sagte Rheinbahnsprecher Georg Schumacher auf Anfrage. Das sei zuwenig, um den Versuch noch auszuweiten.

Denn anders als noch vor zwei Jahren seien jetzt Busse mit niedrigem Verbrauch und guten Abgaswerten (EEV-Norm) lieferbar, "die die vorgeschriebenen Grenzwerte der Euro-5-Norm noch unterschreiten". Da die Rheinbahn ihre Busflotte schnell modernisieren wolle und auch das nötige Geld habe, seien 115 modernste Busse mit der EEV-Norm gekauft worden.

Weitere 115 Busse seien nachgerüstet worden, um den Ausstoß von Ruß und Stickoxiden zu verringern. Mehr als die Hälfte der 400 Busse der Rheinbahn seien damit umwelttechnisch auf dem neuesten Stand. "Experimentieren und Basteln ist da nicht mehr nötig", so Schumacher. Aber der Dieselwasserbetrieb werde in den zwei Bussen weiter erprobt, um Langzeitwirkungen kennenzulernen.

(RP)