Dormagen: Reiselustige Pastoralreferentin

Dormagen : Reiselustige Pastoralreferentin

Beate Kirfel ist seit 2003 Pastoralreferentin von sechs Pfarrgemeinden in Dormagen-Nord. Tätig ist sie insbesondere im Kinder- und Jugendbereich. Die in Polen geborene Kirfel begeistert sich für Wallfahrten.

Wenn Beate Kirfel einmal im Jahr eine Wallfahrt zur Basilika in Knechtsteden unternimmt, empfindet sie das als entspannend. "Auch für die Kinder ist es schön, wenn sie durch den Straberger Wald laufen und gleichzeitig beten und singen dürfen", erzählt die Pastoralreferentin.

Im Anschluss daran wird im Kloster zusammen gegessen. Kirfel meint, dass eine solche Art von Glaubenserfahrung heute "in" sei. Wahrscheinlich liege dies daran, dass die Teilnehmer während der Wallfahrt mehr ins Geschehen integriert sind als bei Gottesdiensten. Außerdem ist Kirfel der Meinung, dass Menschen immer wieder nach neuen Formen von Religiosität suchen.

Seit neun Jahren ist die gebürtige Polin nun in Dormagen, nachdem sie vorher in einer Düsseldorfer Gemeinde tätig war. Am 1. September 2003 ernannte sie der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner zur Pastoralreferentin für sechs Pfarrgemeinden in Dormagen-Nord. "Es dauert immer eine Zeit, bis man in der neuen Gemeinde Fuß gefasst hat", sagt sie. Das hat in Dormagen allerdings relativ schnell geklappt. Neben der Organisation von Wallfahrten und Erntedankfesten, die zusammen mit dem katholischen Familienzentrum in Dormagen veranstaltet werden, kümmert sich Kirfel um Schul- und Kindergottesdienste. Auch die Seelsorge im Bezirk Dormagen-Nord zählt zu ihrem Arbeitsbereich.

"Oft bekomme ich persönliche Anrufe, wenn Leute aus einer der Gemeinden meine Hilfe brauchen", sagt Kirfel. In Delhoven , Nievenheim, Straberg, Gohr und Stürzelberg unterstützt sie Gemeinden mit ihrer Tätigkeit. Ihre Arbeit sei sehr vielfältig. Feste Arbeitszeiten gebe es nicht. "Kein Tag ist wie der nächste", meint sie. Eine ihrer Hauptaufgaben sei es, Katecheten auf die Arbeit mit Kindern vorzubereiten. Schließlich ist Beate Kirfel schon lange im Kinder- und Jugendbereich tätig.

Vorbereitungen für die Erstkommunion, Kinderliturgiekreise, Kindergartenarbeit und Schul- und Kindergottesdienste — in all diesen Bereichen hat sie bereits gearbeitet. Die Arbeit mit dem Nachwuchs begeistert Kirfel. "Während der neun Monate, in denen die Kinder auf die Erstkommunion vorbereitet werden, entwickeln viele große Neugierde für religiöse Themen", erzählt sie. Auch Kinder, die nicht religiös erzogen werden, würden während der Vorbereitungen lernen, sich für Religion zu begeistern.

Zudem ist Kirfel für Kranke da. Zu ihnen kommt sie nach Hause und spendet Krankenkommunion. Wenn einmal Zeit für sie selber übrigbleiben sollte, verreist Kirfel gerne. Zusammen mit ihrem Mann Johannes, der katholische Religion unterrichtet, und dem 15-jährigen Sohn Maximilian. "Wir planen nicht gerne, sondern fahren lieber direkt mit unserem Wohnmobil los", erzählt sie.

(NGZ/rl)