Hintergrund: Voerde: Wo es vorangeht und was zu tun bleibt

Hintergrund: Voerde: Wo es vorangeht und was zu tun bleibt

Mit der Stilllegung des Steag-Kraftwerkes hat sich für die Stadt eine neue Baustelle aufgetan. Es geht um die Folgenutzung.

VOERDe Die offizielle Übergabe des neu gestalteten Marktplatzes in der Innenstadt an die Bevölkerung ist für Voerde ein bedeutendes Ereignis. Stattfinden wird es am nächsten Samstag, 13. Mai, dem bundesweiter Tag der Städtebauförderung. "Licht an und Wasser marsch" lautet dann das Motto. Die Neugestaltung des Rathausplatze ist ein bedeutender Aspekt des Projektes "Voerde 2030 - Lebendige Innenstadt" und ein Baustein der integrierten Ortskernentwicklung.

Ziel der Umgestaltung des zentralen Platzes in der City ist es, ein großzügiges Stadtraumerlebnis mit besonderen Akzenten zu ermöglichen, die dortige Aufenthaltsqualität zu steigern und zu verbessern, die Menschen zum Verweilen einzuladen. Dazu gehört es auch, dass der Platz komplett autofrei ist. Konnte dort früher geparkt werden, so ist dies nun nicht mehr möglich. Der Wegfall der Stellplätze hat zu Kritik von Geschäftsleuten und Kunden geführt.

Der neue Marktplatz thematisiert die Lage Voerdes am Rhein. Eine Brunnennebelanlage zeichnet auf dem Platz den Verlauf des Flusses in Voerde nach. Weithin sichtbar ist die rund 15 Meter hohen Stele, an der der aktuelle Pegelstand des Rheins angezeigt wird. Die inzwischen installierten Sitzbänke sind Flößen nachempfunden.

Für die Marktplatzübergabe, die gegen 12.30 Uhr durch Bürgermeister Dirk Haarmann vorgenommen wird, hat die Kommune ein buntes Rahmenprogramm, bestehend aus Musik- und Tanzdarbietungen, organisiert. Zuvor findet ein Stadtspaziergang vom Rhein bis in die Voerder Innenstadt statt. Dadurch soll die Nähe zum Fluss den Teilnehmern erlebbar gemacht werden. Treffpunkt ist am 13. Mai um 10 Uhr an der Arche, Rheinpromenade 2 in Götterswickerhamm. Der Spazierganz endet zur offiziellen Übergabe auf dem Rathausplatz, wo dann gemeinsam gefeiert wird. An das leibliche Wohl der Besucher ist gedacht, Imbiss- und Getränkeständen werden aufgestellt.

In Friedrichsfeld steht am gleichen Tag ein für die Stadtentwicklung ebenfalls bedeutendes Ereignis an. Auf der Sportanlage Am Tannenbusch wird am 13. Mai und 14 Uhr das Baustellenschild enthüllt, das den Start der Sanierungsarbeiten für September ankündigt. Anschließend findet dort vor Ort der dritte Bürgerdialog zur Sanierung der Anlagen statt.

Eine Baustelle in der Innenstadt bleibt bestehen, das ist das sanierungsbedürftige Wohn- und Geschäftshaus am Markplatz, dessen Zukunft ungewiss ist. Eine weitere Baustelle hat sich kürzlich mit der Stilllegung des Steag-Kraftwerkes in Möllen aufgetan. Die hiesige CDU-Bundestagsabgeordnete Sabine Weiss empfing in ihrem Berliner Büro Dr. Hans Wolf von Koeller und Dr. Kai Roger Lobo von der Steag. Von ihnen ließ sich Weiss unter anderem über den angedachten Zeitplan für den Rückbau und mögliche Ziele der Steag bei der Folgenutzung informieren. Weiss ließ keinen Zweifel daran, dass die weitere Nutzung des Areals zum Wohle und Nutzen der Stadt Voerde und ihrer Einwohner geplant werden müsse.

(RP)