Voerde: Kaufkraft stärken statt Sozialwohnungen

Voerde: Kaufkraft stärken statt Sozialwohnungen

Voerder FDP kann Bedarf für weitere 34 geförderte Wohneinheiten nicht erkennen.

Mit der CDU stimmten in der jüngsten Sitzung des Rates auch die beiden Mitglieder der FDP-Fraktion hinsichtlich der geplanten Bebauung des Geländes der ehemaligen Pestalozzischule gegen die Variante B 2, die dort auch geförderten Wohnungsbau vorsieht. Mehrheitlich wurde diese Konzeption allerdings befürwortet. Die FDP, so Vize-Ortsverbandschef Arnd Benninghoff, kann den Bedarf für weitere 34 Einheiten des sozialen Wohnungsbaus zusätzlich zu denen, die im Zuge des bereits initiierten Projekts am Kempkenskath entstehen werden, nicht erkennen, zumal dieser Bedarf vor der Entscheidung weder systematisch ermittelt noch kommuniziert worden sei.

An das zu entwickelnde Areal, das aufgrund seiner nahezu idealen Lage durchaus als kommunales Filetstück bezeichnet werden könne, schließe sich im von der Alexanderstraße, der Bahnhofstraße sowie von der B 8 umgrenzten Bereich unmittelbar ein innerstädtisches Quartier mit verdichteter Bebauung und einem infolgedessen sehr großen Bestand von (teils günstigen) Wohnungen an, in dem es augenscheinlich auch Leerstände gebe.

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Da die Einzelhandelslandschaft in der Innenstadt zunehmend veröde, hält die FDP es für widersinnig, gerade dort auf die Ansiedelung jener verzichten, deren Kaufkraft dieser Entwicklung entgegenwirken könnte. Es mache zudem keinen Sinn, das Immobilien-Angebot für diese potenziellen Interessenten künstlich zu verknappen. Würden dieser Gruppe attraktive neue Optionen geboten, führten die damit einhergehenden Umzüge ebenfalls zur Entlastung des Wohnungsmarktes, der nach Ansicht der FDP im Hinblick auf "bezahlbare Mietwohnungen" ohnehin nicht angespannt sei. Die Vermarktung der Bauprojekte im Bereich der Grünstraße beweise, dass es in Voerde eine relevante Nachfrage nach Wohnraum gebe, der oberhalb der Kategorie "sozialer Wohnungsbau" angesiedelt sei. Zudem weist die FDP darauf hin, dass die von ihr bevorzugte Variante finanziell deutlich vorteilhafter für die Stadt gewesen wäre.

(RP)