Dinslaken: Abwasser - Stadt reagiert auf Hitzewelle

Dinslaken : Abwassergebühren: Nachlass fürs Gartenwässern

Angesichts der Hitzewelle haben die Kommunen ihre Bürger dazu aufgerufen, sie bei der Bewässerung des öffentlichen Grüns zu unterstützen. Das Gießen – natürlich auch der eigenen Grünflächen – verlangt nicht nur Einsatz, sondern es kostet Geld.

So verzeichnet das Dinslakener Rathaus zurzeit vermehrt telefonische Anfragen wegen der Abwassergebühren Die Stadt Dinslaken weist deswegen darauf hin, dass grundsätzlich auf Antrag für die Gartenbewässerung bei Einfamilienhäusern pauschal ohne Nachweis zehn Prozent von der Frischwassermenge, nach der sich die Abwassergebühren berechnen, abgezogen werden können. Dazu muss die gärtnerisch genutzte Fläche größer als 250 Quadratmeter sein und auf dem Grundstück darf keine Grundwasserpumpe betrieben werden. Bei Mehrfamilienhäusern verringert sich der prozentuale Abzug je nach Anzahl der Wohneinheiten.

Alle anderen Eigentümer haben die Möglichkeit, einen für sechs Jahre geeichten Gartenwasserzähler einbauen zu lassen. Die Rechnungskopie mit Bild des eingebauten Zählers und Anfangszählerstand kann bei der Stadt per E-Mail an gba@dinslaken.de eingereicht werden. Eine Ablesung dieses Zählers muss immer jährlich zum 31. Dezember durch die Eigentümerin beziehungsweise den Eigentümer erfolgen und der Zählerstand muss dem Bereich Grundbesitzabgaben schriftlich mitgeteilt werden. Die gärtnerisch verbrauchte Wassermenge wird dann bei der Abrechnung der Schmutzwassergebühren vom Jahresverbrauch abgezogen.

Die Stadt Dinslaken weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Bereich Grundbesitzabgaben ab Dienstag, 7. August, wieder für Auskünfte zur Verfügung steht. Vorab können Anfragen bereits an die E-Mail-Adresse gba@dinslaken.de geschickt werden, um dann zeitnah ab dem 7. August bearbeitet werden zu können. Informationen zu den Grundbesitzabgaben gibt es auch jederzeit online auf www.dinslaken.de/de/dienstleistungen/grundbesitzabgaben.

Bei den Frischwasserkosten dagegen können Eigentümer wegen der Hitzeperiode nicht mit Preisnachlässen fürs Gießwasser rechnen. Zwar gibt es zurzeit auch bei den Stadtwerken vermehrt etliche Nachfragen der Kunden, doch wäre dies, so ihr Sprecher Wolfgang Kammann, abrechnungstechnisch kaum darstellbar. Kammann weist allerdings darauf hin, dass sich die Kosten fürs Wasser in Grenzen halten. Für 1000 Liter berechnen die Stadtwerke ihren Kunden, 1,75 Euro und mit dieser Menge lasse sich schon eine Menge Grün bewässern.

Prinzipiell verzeichnen die Stadtwerke erwartungsgemäß in diesen Hitzetagen einen steigenden Wasserverbrauch, der pro Tag etwa bei 18.000 Kubikmeter liegt. Die Steigerung fällt im Vergleich zu Tagen mit „normalen“ Temperaturen, an denen der Verbrauch zwischen 11.000 und 15.000 Kubikmetern pendelt, allerdings nicht so heftig aus, wie viele möglicherweise vermuten. Kamman führt dies auf die Ferienzeit zurück, in der viele Kunden verreist sind.

(RP)
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