Dortmund: Täter war bei Arzt in Behandlung

Schütze tötete sich selbst: Dortmunder Arzt soll von früherem Patienten angeschossen worden sein

Nach dem Schuss auf einen Arzt in Dortmund wird klar: Ein Patient hat wohl die Waffe gezogen und gefeuert. Dem Mediziner geht es inzwischen etwas besser.

Ein früherer Patient soll den Schuss auf einen Dortmunder Arzt abgegeben und den Mediziner zunächst lebensgefährlich verletzt haben. Der Arzt habe den mutmaßlichen Schützen nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen behandelt, sagte eine Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwochmorgen. Dem Opfer gehe nach einer Notoperation etwas besser.

Der mutmaßliche Täter, ein 78 Jahre alter Mann aus dem Stadtteil Syburg, hatte sich am Nachmittag in seiner Wohnung selbst getötet. „Hier ist von einem Suizid auszugehen“, bestätigte die Staatsanwaltschaft. Unklar ist weiterhin das Motiv des Mannes. Auch Details zu seiner Nationalität wurden nach der Bluttat bislang nicht bekannt.

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Die Leiche des mutmaßlichen Schützen war am Dienstagabend gefunden worden. Zuvor soll er den Mediziner im St.-Josefs-Hospital im Dortmunder Stadtteil Hörde angeschossen und danach die Flucht ergriffen haben. Die Tatwaffe fanden die Ermittler im Hospital.

Einen ähnlichen Fall hatte es vor rund zwei Jahren in Berlin gegeben. In einem Krankenhaus erschoss ein 72 Jahre alter Patient seinen Arzt und tötete dann sich selbst.

(hsr/dpa)
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