Dortmund: Moschee mit brennbarer Flüssigkeit beworfen

Polizei sucht Zeugen : Moschee in Dortmund mit brennbarer Flüssigkeit beworfen

In der Nacht zu Montag haben bislang unbekannte Täter zwei Flaschen mit einer brennenden Flüssigkeit auf eine Moschee im Dortmunder Stadtteil Eving geworfen. Die Täter flüchteten.

Ersten Ermittlungen zufolge näherten sich gegen 1.30 Uhr zwei Personen über die Derner Straße aus Richtung Osten dem Gebäude im Gründlingsweg. Sie traten hinter einem geparkten Auto hervor und warfen zwei Flaschen in Richtung der Moschee. Eine zerbrach an der Fassade, die andere auf dem Boden vor der Moschee. Die Flüssigkeit in den beiden Gefäßen entzündete sich daraufhin. Der Versuch, eine dritte Flasche zu werfen, scheiterte. Sie fiel auf den Boden der Straße und ging dabei in Flammen auf. Anschließend flüchteten beiden Täter über die Straße An den Teichen in Richtung Norden.

Als die Polizei eintraf, war das Feuer bereits erloschen. An der Fassade und an einem Fenster des Gebäudes entstand geringer Sachschaden.

Ob der syrische Grenzkonflikt mit der Türkei als Hintergrund der Tat gedient hat, ist aktuell Gegenstand der Ermittlungen. Es wird jedoch in verschiedene Richtungen ermittelt.

Eine Ermittlungskommission des Staatschutzes der Polizei hat die Ermittlungen übernommen. Die Polizei Dortmund steht im engen Austausch mit der betroffenen Gemeinde und hat ihre besondere Aufmerksamkeit auf die Moscheen in Dortmund und Lünen gerichtet.

"Mich hat diese Tat schockiert und ich kann das daraus entstandene Sicherheitsbedürfnis der Moscheen nachvollziehen“, sagt Polizeipräsident Gregor Lange. „Wir werden als Polizei alles tun, was möglich ist, um die Gemeinden zu schützen. Zur Aufklärung der Tat habe ich eine Ermittlungskommission bei unserem Staatsschutz eingerichtet. Ich werde persönlich den Kontakt zu der betroffenen Moschee und weiteren Gemeinden suchen."

Die Polizei sucht Zeugen, die Hinweise zur Tat und den flüchtigen Personen geben können. Melden Sie sich bitte bei der Kriminalwache der Dortmunder Polizei unter der Rufnummer 0231-132-7441.

(ham)
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