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Diakonie und Caritas sehen keinen Bedarf: Bahnhofsmission Bonn schließt

Diakonie und Caritas sehen keinen Bedarf mehr : Bahnhofsmission Bonn schließt zum Jahresende

Diakonie und Caritas stellen zum Jahreswechsel die Bahnhofsmission in Bonn ein. Zu wenige Menschen nutzten das Angebot, hieß es zur Begründung. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter wollen weitermachen.

Damit zögen die kirchlichen Verbände eine Konsequenz aus dem aktuellen Bedarf, erklärte die Bahnhofsmission am Dienstag. Bonn sei kein Verkehrsknotenpunkt wie Köln oder Frankfurt, sagte Ulrich Hamacher, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Bonn und Region.

Vielmehr entwickle sich der Bahnhof zu einem reinen Regional- und Pendlerbahnhof, der kein klassisches Einsatzgebiet für eine Bahnhofsmission darstelle. Nur noch wenige Menschen nutzten dort die Angebote der Bahnhofsmission.

Reisehilfen könnten über den Service der Bahn angefragt werden, erklärte die Bahnhofsmission. Reisende könnten sich dafür direkt an die Bahn wenden. Gäste, die das Angebot der Bahnhofsmission regelmäßig nutzten, würden an andere Hilfestellen verwiesen.

Seit 15 Jahren ist die Bahnhofsmission in Bonn vor Ort. Die Ehrenamtlichen teilten nicht die Entscheidung, die Einrichtung zu schließen, hieß es. Daher überlegten sie, ob sie das Angebot in einer anderen Form aufrecht erhalten können. Die beiden Träger seien dafür offen und blieben mit dem Team im Gespräch.

(kess/epd)