Umweltschutz: Gütersloh schränkt das Aufsteigen von Luftballons ein

Aus Umweltschutzgründen : Gütersloh schränkt das Aufsteigen von Luftballons ein

Die Stadt Gütersloh will bei eigenen Veranstaltung künftig auf fliegende Gasluftballons verzichten – aus Umweltschutzgründen. Die Idee kam von einer Bürgerin.

Das hat der Umweltausschuss der Stadt am Montag mit den Stimmen aller Fraktionen beschlossen. Nach Angaben einer Stadtsprecherin von Dienstag will die Politik damit ein Zeichen setzen. Betroffen sind alle städtischen Veranstaltungen und somit auch Kindergärten und Schulen. Dem Beschluss der Politik war ein Antrag einer Bürgerin vorausgegangen.

Da es kein Verbot für das Aufsteigen von gasbefüllten Luftballonen gibt, nehme die Stadt eine Vorreiterrolle ein, sagte die Leiterin des Umweltamtes in der Sitzung. Die Politiker waren sich parteiübergreifend einig und sprachen von Vermüllung und Umweltverschmutzung, die nicht länger zu akzeptieren sei.

In den benachbarten Niederlanden gibt es seit März bereits in 17 Prozent der Kommunen ein Verbot, Luftballons aufsteigen zu lassen. Das hatte eine Untersuchung der Umweltorganisation De Noordzee ergeben. 2018 waren es noch 5 Prozent. 20 Prozent der niederländischen Kommunen rieten zudem dringend davon ab, Luftballons bei Feiern steigen zu lassen.

Mehrere Parteien im niederländischen Parlament wollen sich für weitere Verbote einsetzen und äußerten sich besorgt über mögliche Schäden durch Ballonreste und Plastikmüll in der Nordsee.

(kess/dpa)
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