Mülheim an der Ruhr: 200 Personen nach angeblichem Schusswechsel getrennt

Mülheim an der Ruhr : 200 Personen nach angeblichem Schusswechsel getrennt

In Bahnhofsnähe ist es in Mülheim an der Ruhr am Montagabend zu einem Großeinsatz der Polizei gekommen. Nach Hinweisen auf einen Schusswechsel hatten sich zwischen 200 und 250 Menschen auf der Straße versammelt und teilweise Rangeleien begonnen.

Wie ein Polizeisprecher unserer Redaktion sagte, war die Polizei um 21.40 Uhr zu einem Einsatz an der Eppinghofer Straße an der Rückseite des Mülheimer Bahnhofs ausgerückt. Weil sich dort bereits über 200 Menschen auf der Straße befanden, wurde ein Helikopter angefordert, um die Lage aus der Luft besser einschätzen zu können. In der Menschenmenge hatten sich nach Polizeiangaben sowohl Schaulustige wie auch Auslöser eines Konfliktes befunden. Nach jetzigem Ermittlungsstand waren zwischen acht und zehn Personen an Handgreiflichkeiten beteiligt.

Noch am Abend nahm die Polizei drei Verdächtige (19, 30 und 44 Jahre alt) fest. Das Trio wurde jedoch nach Aufnahme der Personalien wieder aus dem Gewahrsam entlassen.

Der genaue Grund für die Auseinandersetzungen ist noch offen. Die Polizei spricht jedoch von "glaubwürdigen" Hinweisen darauf, dass Schüsse gefallen seien. Die Polizei konnte vor Ort jedoch weder eine Schusswaffe noch Projektile oder gar Böller ausmachen, die die von Zeugen geschilderten Geräusche bestätigen könnten.

Offiziell ermittelt die Polizei wegen des Verdachtes auf Verstoß gegen das Waffengesetz sowie wegen Körperverletzungsdelikte. Zeugenhinweise darauf, dass eine Auseinandersetzung im Drogenmilieu eskaliert sei, konnten bisher nicht bestätigt werden.

(ac)
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