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Numerus Clausus für immer mehr Fächer: NRW beschränkt Studienwahl deutlich

Numerus Clausus für immer mehr Fächer : NRW beschränkt Studienwahl deutlich

In NRW nimmt die Zahl der Studienfächer mit Zulassungsbeschränkung weiter zu. Nach Angaben des Wissenschaftsministeriums liegt im bevorstehenden Wintersemester 2013/14 die Quote der an den Universitäten noch frei zu wählenden Studiengänge bei lediglich 38,7 Prozent. Für nahezu zwei Drittel der Fächer gilt demnach ein Numerus Clausus (NC).

Noch im Wintersemester 2010/11 hatte die Quote der freien Studiengänge an den Universitäten des Landes bei 53,9 Prozent gelegen; ein Jahr später sank sie auf 51,5 und dann auf 47,4 Prozent. Mit nur noch 38,7 Prozent dürfte im kommenden Wintersemester ein historischer Tiefstand erreicht werden.

Den Grund sehen Experten vor allem in dem doppelten Abiturjahrgang, der in diesem Jahr an die Hochschulen drängen wird. Nach der Prognose der Kultusministerkonferenz sind in diesem Jahr in NRW 123.000 Studienanfänger zu erwarten. Die Gesamtzahl der Studierenden steigt damit auf 644 000.

NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD) hat in letzter Zeit mehrfach betont, dass jeder, der das wünsche, einen Studienplatz bekomme, wenn auch nicht unbedingt für ein Fach und einen Studienort nach Wunsch. Die Ministerin verwies gestern auch darauf, dass eine örtliche Zulassungsbeschränkung nicht bedeute, "dass nur Einserkandidaten eine Chance haben". Auch Abiturienten mit einer Drei vor dem Komma kämen durchaus zum Zuge.

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Die Interessenten sollten sich deshalb nicht abschrecken lassen, so die Ministerin. Sie forderte Mehrfach-Bewerber auf, bei einer Entscheidung für eine Hochschule umgehend allen anderen Hochschulen eine Absage zuzuleiten, damit die Studienplätze anderweitig besetzt werden könnten. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre werde sich die Zahl der NC-Studiengänge bis zum Beginn des Wintersemesters noch verringern, vermutet das Ministerium.

Für den Vorsitzenden des Philologenverbandes, Peter Silbernagel, ist die Zunahme der NC-Fächer "nicht normal", auch wenn die Ministerin zu beschwichtigen versuche. Fakt sei, dass landesweit 5900 zusätzliche Studienplätze viel zu wenig seien. Den Hochschulen bleibe deshalb auch gar nichts anderes übrig, als Zulassungsbeschränkungen zu verhängen.

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(RP/csi)