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Nordrhein-Westfalen: CDU will Polizeidienst für Realschüler öffnen

Nordrhein-Westfalen : CDU will Polizeidienst für Realschüler öffnen

Die CDU will die Zugangsmöglichkeiten für den Polizeidienst in NRW verbreitern. Bislang können sich ausschließlich Abiturienten und Inhaber der Fachhochschulreife für das Auswahlverfahren bewerben.

"NRW verfügt über viele ausgezeichnete Realschüler und Ausbildungsabsolventen, die ebenfalls die nötigen Voraussetzungen mitbringen, um gute Polizeibeamte zu werden", sagte Werner Lohn, Innen-Experte der CDU im Landtag.

Aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des Unions-Politikers geht hervor, dass im Jahr 2012 nur 1871 von insgesamt 8252 Bewerbern überhaupt für den Polizeidienst geeignet waren. Dieser Wert sei "alarmierend". Zudem habe sich die Zahl der Ausbildungsabbrecher bei der Polizei seit 2007 nahezu verdreifacht.

Ein Sprecher von NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) erklärte, derzeit bestehe Bedarf dafür, Realschülern den Zugang zur Polizei zu ermöglichen. Für die Zukunft halte sich die Landesregierung aber die Option offen, auch für mittlere Bildungsabschlüsse Qualifizierungsmöglichkeiten zu eröffnen.

Derzeit werden in NRW jährlich 1400 Polizisten neu eingestellt. Voraussetzung dafür ist, dass die Bewerber gerichtlich nicht vorbestraft sind. Neben dem Abitur ist das Deutsche Sportabzeichen und das Rettungsschwimmabzeichen in Bronze erforderlich. Frauen müssen mindestens 163 Zentimeter, Männer 168 Zentimeter groß sein.

(gmv)