Regulierungsbehörde beschließt Aus für Netzneutralität in den USA

Knappe Entscheidung: Regulierungsbehörde beschließt Aus für Netzneutralität in den USA

Die US-Regulierungsbehörde FCC hat am Donnerstag die Regelungen zur Netzneutralität aufgeweicht. Das Votum des Vorstandes für den Entwurf des von den Republikanern ernannten Vorsitzenden der Federal Communications Commission, Ajit Pai, fiel mit drei zu zwei Stimmen knapp aus.

Nach der bisherigen Regelung galt, dass alle Daten im Netz gleich behandelt werden müssen und jeder einen gleichberechtigten Zugang zu schnellem Internet haben muss.

Netzneutralität ist eines der wichtigsten Grundprinzipien des freien Internets. Mit seiner Entscheidung folgt der FCC-Vorstand mehrheitlich der Auffassung seines Chefs Pai, dass die bisherigen Regelungen ein Investition- und Innovationshindernis darstellten. Netzanbieter sollen demnach künftig bestimmte Angebote im Internet bevorzugen dürfen und sie auf die Datenüberholspur setzen können. Kritiker befürchten dadurch die Entstehung eines "Internets der zwei Geschwindigkeiten" und eine übermächtige Marktstellung großer Provider.

(ems)