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Machtkampf: Metro will Media Markt und Saturn nicht verkaufen

Machtkampf : Metro will Media Markt und Saturn nicht verkaufen

Der Düsseldorfer Handelskonzern Metro will an den Ketten Media Markt und Saturn festhalten. Ein Sprecher weist Spekulationen zurück, die Holding Media-Saturn solle verkauft werden. Im Hintergrund tobt ein Machtkampf.

Der Handelsriese Metro will Europas größte Elektronikhandelskette Media-Saturn einem Sprecher zufolge nicht veräußern. "Wir weisen Spekulationen zurück, dass wir einen Verkauf erwägen", sagte der Metro-Sprecher am Donnerstag. "Wir haben nur gesagt, dass wir ein Angebot allein schon aus rechtlichen Gründen prüfen müssten", fügte er hinzu.

Der Konzern liefert sich seit Jahren einen Machtkampf mit Media-Saturn-Minderheitseigner Erich Kellerhals. "Wenn Herr Kellerhals ein gutes Angebot vorlegen würde, wäre Metro schon aus Gründen der Sorgfaltspflicht verpflichtet, es zu prüfen", hatte Metro-Vorstand Pieter Haas zuvor der Zeitung "Die Welt" gesagt.

Metro-Chef Olaf Koch habe Kellerhals "aus diesem Grund in den letzten Wochen mehrfach um konkrete Nennung von möglichen Co-Investoren und der Bewertungsansätze gebeten", ergänzte Haas, der derzeit auch die Geschäfte bei der Media-Saturn-Holding führt. "Bis dato hat Herr Kellerhals darauf nicht geantwortet."

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte im Juni von Branchenkennern erfahren, dass beide Parteien Möglichkeiten einer Trennung ausloten. Kellerhals, der knapp 22 Prozent an Media-Saturn hält und umfassende Veto-Rechte besitzt, setzt nach früheren Aussagen von Insidern auf einen Spin-Off der Elektronikhandelskette.

(REU)