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Verbraucher zahlten für nicht gebuchte SMS-Dienste: US-Behörde verklagt T-Mobile USA wegen mutmaßlicher Kundentäuschung

Verbraucher zahlten für nicht gebuchte SMS-Dienste : US-Behörde verklagt T-Mobile USA wegen mutmaßlicher Kundentäuschung

Wegen mutmaßlicher Kundentäuschung muss sich die Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile USA vor Gericht verantworten. Die US-Wettbewerbsbehörde FTC reichte am Dienstag eine Klage vor einem US-Bezirksgericht ein.

Sie wirft dem Mobilfunker vor, Kunden ohne deren Wissen SMS-Dienste von Drittanbietern in Rechnung gestellt und daran mitverdient zu haben. Die Abos seien von den Kunden nicht gebucht worden, teilte die FTC mit. Auf den Handy-Rechnungen seien sie nur verschleiert zu finden gewesen. Den Nutzern seien SMS-Dienste mit Flirt-Tipps, Klatsch-Nachrichten und Horoskopen in Rechnung gestellt worden - und dies auch noch, nachdem es erste Hinweise darauf gegeben habe, dass es sich um betrügerische Angebote handele, erklärte die FTC. Mindestens seit 2012 belegten interne Dokumente zahlreiche Kundenbeschwerden.

T-Mobile USA habe an den Abos von je rund zehn Dollar zu etwa 40 Prozent mitverdient und damit hunderte Millionen Dollar eingenommen. Betroffene Kunden müssten die abgebuchten Kosten erstattet werden, forderte die FTC. Der Chef von T-Mobile USA, John Legere, bezeichnete die Vorwürfe als "unbegründet". Das Unternehmen habe im vergangenen Jahr die Abrechnung der umstrittenen SMS-Dienste gestoppt. "Jeder Kunde, der das Gefühl hat, für etwas bezahlt zu haben, das er nicht wollte", werde den entsprechenden Betrag in voller Höhe erstattet bekommen.

(DEU)