Kölner Privatbank: Deutsche Bank schließt Sal. Oppenheim-Übernahme ab

Kölner Privatbank: Deutsche Bank schließt Sal. Oppenheim-Übernahme ab

Frankfurt/Köln (RPO). Die Deutsche Bank hat dieMilliardenübernahme der traditionsreichen Kölner Privatbank Sal.Oppenheim abgeschlossen und damit das Ende von 220 JahrenUnabhängigkeit besiegelt. Im selben Atemzug gab das Unternehmen amMontag den Einzug weiterer Führungskräfte in den Vorstand dergekauften Bank bekannt: Neben dem von der Deutschen Bank kommendenVorstandsvorsitzenden Wilhelm von Haller gehören Jürgen Dobritzschund Jürgen Fiedler ab sofort dem Management an.

Dobritzsch wird dabei als Finanzvorstand die Bereiche Finanzen undControlling verantworten. Fiedler übernimmt als Risikovorstand dieLeitung des Risikomanagements. Beide waren vor ihrer Berufung in denVorstand von Sal. Oppenheim in den vergangenen Jahren in leitendenFunktionen bei der Deutschen Bank tätig. In den kommenden Wochenwerde Sal. Oppenheim nun die Umsetzung der strategischenNeuausrichtung weiter vorantreiben. Details wurden nicht genannt.

Im Oktober hatte die größte deutsche Bank den Kauf von Sal.Oppenheim für 1,3 Milliarden Euro angekündigt, um damit das Geschäftmit vermögenden Kunden anzukurbeln. Sal. Oppenheim war nach einerReihe von Fehlentscheidungen bei Investitionen finanziell insStraucheln geraten. Der Bank gelang es daraufhin nicht, aus einerKraft wieder auf die Beine zu kommen, was einer Übernahme Tür und Toröffnete. Nach einer von der Deutschen Bank finanziertenKapitalerhöhung schluckte das Institut Sal. Oppenheim schließlichganz.

(DDP/sdr)