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Fortuna Düsseldorf: "Maschine" Schmidtgal ist wieder da

Fortuna Düsseldorf : "Maschine" Schmidtgal ist wieder da

Der kasachische Nationalspieler steht Fußball-Zweitligist Fortuna nach mehr als sechsmonatiger Leidenszeit wieder zur Verfügung. Heute (19 Uhr/Live-Ticker) im Testspiel beim VfB Hilden kann er weiter Spielpraxis sammeln.

Bei seinem Pflichtspieldebüt ließ es Heinrich Schmidtgal gleich richtig krachen. 0:1 stand es in Fortunas Zweitligaspiel gegen Greuther Fürth, als der kasachische Nationalspieler kurz vor der Pause für den am Oberschenkel verletzten Cristian Ramírez eingewechselt wurde. Danach blieb kein Stein mehr auf dem anderen: Die Düsseldorfer gewannen noch 2:1, holten damit ihren ersten "Dreier" nach sechs sieglosen Wochen - und Schmidtgal hatte daran mit einer ganz starken Vorstellung erheblichen Anteil. Als Krönung war der 27-Jährige an beiden Treffern beteiligt.

"Schmiddy ist eine Maschine", sagt Trainer Mike Büskens fast schon ehrfurchtsvoll. "Es war toll zu sehen, wie er uns gegen Fürth immer wieder angetrieben und dazu seinen Job in der Verteidigung erledigt hat. Heinrich ist in den vergangenen Monaten durch riesiges Verletzungspech immer wieder zurückgeworfen worden. Ihm und uns ist zu wünschen, dass er jetzt den nächsten Schritt machen kann."

Dieser könnte schon am Sonntag in der Partie beim FC Ingolstadt (13.30 Uhr/Live-Ticker) so aussehen, dass Schmidtgal in der Startelf steht. "Ich fühle mich fit dafür", versichert der frühere Oberhausener und Fürther. Zwar hat sich Ramírez inzwischen von seiner Blessur erholt, doch wirkte der 19-jährige Ecuadorianer nach etlichen starken Auftritten zuletzt überspielt, so dass ihm eine Pause gut tun könnte.

Heute Abend bekommt Schmidtgal noch einmal die Gelegenheit, Form und Fitnessstand zu überprüfen. Oberligist VfB Hilden wird "Schmiddy" und seinen Kollegen im um 19 Uhr auf der Anlage Am Bandsbusch beginnenden Testspiel sicher nicht alles abverlangen, "aber für die Spieler, die gerade von langwierigen Verletzungen zurückgekehrt sind, ist jede Minute Praxis wichtig", betont Büskens. Und davon gibt es im Fortuna-Kader ja einige. Gestern fehlten im Training nur noch Kapitän Andreas Lambertz (Sprunggelenk) und Torhüter Michael Rensing (Nasenbeinbruch) - Letzterer könnte am Sonntag in Ingolstadt aber sogar schon wieder auf der Bank sitzen. Alle übrigen, wie zum Beispiel Martin Latka oder Leon Balogun, dürfen schon in Hilden Spielminuten sammeln.

Schmidtgal jedenfalls ist nach einer mehr als sechsmonatigen Leidenszeit, in der sich Oberschenkel- und Knieprobleme abwechselten, endlich wieder richtig glücklich. "So ein Debüt wie gegen Fürth fühlt sich überragend an", sagt der Linksverteidiger, der im kasachischen Issyk geboren wurde und mit zwei Jahren nach Deutschland kam. "Ich war motiviert bis in die Haarspitzen, vor diesem Publikum und dann auch noch gegen die alten Kumpels."

Seinen Anteil an der Wende gegen Fürth will er nicht zu hoch hängen. "Natürlich war da auch etwas Glück dabei", wiegelt er ab. "Aber wenn man mutig ist, dann hat man eher das gewisse Quäntchen auf seiner Seite." Und Mut konnte man Heinrich Schmidtgal in seinen ersten 50 Zweitliga-Minuten der Saison gewiss nicht absprechen. Auch deshalb hat er Fortuna in den vergangenen Monaten so sehr gefehlt.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Heinrich Schmidtgal

(can)