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Fortuna Düsseldorf: Bei Ihlas Bebou muss nur der Körper mitspielen

Fortuna Düsseldorf : Bei Bebou muss nur der Körper mitspielen

Ihlas Bebou hat im Spiel gegen den VfL Bochum 18 Minuten Spielzeit sammeln dürfen. Nach zwei schweren Verletzungen könnte das nun endlich der lang erwartete Startschuss einer verheißungsvollen Karriere sein.

Selten hat ein Comeback beim Training für so viel Erleichterung gesorgt. Anfang Oktober vergangenen Jahres stieg Fortuna Düsseldorfs Youngster Ihlas Bebou wieder in den Mannschaftsalltag ein, zuvor hatte er fast ein Jahr gefehlt. Mit gerade einmal 20 Jahren hat der gebürtige Togolese eine Krankenakte, die viele gestandene Profis zusammenzucken lässt.

2013 verletzte er sich unter Cheftrainer Mike Büskens im Trainingslager in einem Testspiel gegen den Grasshopper Club Zürich schwer, eine Schädelfraktur wurde diagnostiziert. Bebou fiel entsprechend aus, feierte dann aber gegen Dynamo Dresden sein Comeback. 28 Minuten durfte er ran, wenig später aber die erneute Hiobsbotschaft: Knorpelschaden im rechten Knie, die Rückkehr in den Profi-Alltag war beendet, bevor sie richtig begonnen hatte. Womit der 6. Oktober 2014 eine ganz große Bedeutung zuteil wird. Zwar war Bebous zweites Comeback in seiner jungen Karriere von einem weiteren kleinen Rückschlag gekennzeichnet (Kapselreizung im linken Knie), ansonsten lief es aber weitgehend problemlos — gipfelnd in seiner Einwechslung im Spiel gegen den VfL Bochum.

Für viel Wirbel gesorgt

In den 18 Minuten zeigte der Stürmer, warum sich der Verein noch während Bebous Reha-Training entschied, den Vertrag vorzeitig bis 2017 zu verlängern. "Ihlas Bebou ist ein großes Talent aus dem eigenen Nachwuchs. In der vergangenen Saison haben ihn zwei schwere Verletzungen zurückgeworfen, seine Fähigkeiten konnte er aber schon andeuten. Wir sind davon überzeugt, dass Ihlas ein sehr wertvoller Spieler für die Fortuna werden kann. Daher haben wir seinen Vertrag vorzeitig verlängert", erklärte damals Sportvorstand Helmut Schulte.

Der Youngster sorgte im wahrsten Sinne des Wortes im Alleingang für die fast einzigen halbwegs gefährlichen Aktionen seines Teams in der zweiten Halbzeit. Leichtfüßig, technisch auf hohem Niveau und dribbelstark präsentierte sich Bebou, lediglich das Timing für den Pass auf den besser positionierten Nebenmann passte am Freitagabend noch nicht ganz.

"Ohne Verletzungen viel weiter"

Bebous Chancen stehen gut, sich bei den Profis durchzusetzen. Zahlreiche Profimannschaften setzen in ihrem System auf schnelle, offensive Flügelspieler. Der 20-Jährige erfüllt diese Voraussetzungen problemlos, zudem kann er sowohl links als auch rechts spielen — selbst im Zentrum ist er einsatzfähig.

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"Ihlas ist ein Spieler aus der Jugend, der ohne seine Verletzung schon viel weiter wäre. Er ist unheimlich talentiert", sagte Interimstrainer Taskin Aksoy nach dessen Kurzeinsatz. Bleibt nur noch zu hoffen, dass Bebou nun von weiteren schweren Verletzungen verschont bleibt.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Bebou gibt Comeback bei der Fortuna

(cfk)