Berlin: Lobbyisten-Brief belastet Ex-Kanzler Gerhard Schröder

Berlin : Lobbyisten-Brief belastet Ex-Kanzler Gerhard Schröder

Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) war offenbar enger in den Beraterkreis des kasachischen Despoten Nursultan Nasarbajew eingebunden als bislang bekannt. Das berichtet "Der Spiegel". Schröder habe an zwei Terminen als "Special Guest" an Sitzungen des Gremiums teilgenommen. Zuletzt erklärte Schröder noch, er habe nur am Rande mit dem "Independent International Advisory Council" (IIAC) unter Vorsitz des österreichischen Ex-Kanzlers Alfred Gusenbauer zu tun gehabt.

Aus internen Dokumenten einer Wiener Anwaltskanzlei, die dem "Spiegel" vorliegen, ergibt sich ein anderes Bild: In einem Brief an den kasachischen Despoten empfahl der IIAC, sich zu mäßigen und die üblichen Wahltermine einzuhalten. Das Schreiben macht keinen Unterschied zwischen Schröder und dem Rest des Gremiums. Alle unterschrieben gleichrangig.

(RP)
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