Berlin Flüchtlingskrise bringt DRK-Suchdienst neue Aufgaben

Berlin · Farhad S. lächelt. Ein wenig verlegen und schüchtern, aber es ist ein Lächeln. Was bei Weitem keine Selbstverständlichkeit ist, bei allem, was er durchmachen musste. Denn Farhad S. hatte seine Familie verloren. Gemeinsam mit seiner Mutter und drei Geschwistern floh er 2009 aus Afghanistan. Im Jahr 2011 erreichte er endlich Deutschland - allerdings allein. Weder Telefonate in die Heimat noch Internetrecherchen halfen weiter. Daher wandte sich der heute 26-Jährige Anfang 2015 an den Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Ein Foto mit der Unterschrift "I am looking for my family" wurde vom DRK ins Internet gestellt. Mit Erfolg: Schon einen Monat später wurde der afghanische Englisch-Lehrer seines Bruders auf S. aufmerksam, die Familie fand wieder zusammen.

(m-p)
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