Im Wahlverhalten gab es nur starke Schwankungen bei Afd und Union

Wahlverhalten 2015: Starke Schwankungen nur bei AfD und Union

Im Jahr 2015 gab es viele Debatten, sei es beim Thema Flüchtlingskrise oder der Griechenlandrettung. Dadurch beeinflusst konnten einige Parteien profitieren, andere weniger.

Ausgeprägte Schwankungen in den Umfragen zum Wahlverhalten gab es in diesem Jahr nur bei den Unionsparteien und der AfD. Für die SPD und die Linkspartei blieb dagegen alles beim Alten. Bei den Grünen zeigte die Kurve leicht nach unten.

Die Alternative für Deutschland (AfD) startete zu Jahresbeginn mit sechs Prozent, sackte nach dem Austritt von Parteigründer Bernd Lucke auf drei Prozent ab und stabilisierte sich zum Jahresende bei acht bis neun Prozent.

CDU und CSU lassen die anderen Parteien zwar immer noch weit hinter sich. Seit Mitte Oktober kommt die Union aber in den Umfragen der Forschungsgruppe Wahlen nicht über 39 Prozent hinaus.

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Sowohl die guten AfD-Werte als auch der gesunkene Zuspruch für die Union wird von Parteienforschern mit der Flüchtlingskrise in Verbindung gebracht.

Mit ihrer ablehnenden Haltung biete die AfD zu diesem Thema eine Position an, die im Parteienspektrum sonst nicht besetzt sei, sagt Alexander Hensel, der am Göttinger Institut für Demokratieforschung die Landtagswahlkämpfe der AfD untersucht. "Sie stößt damit in eine Lücke."

Dass die AfD als junge Partei in den Umfragen große Schwankungen erlebt habe, sei nicht ungewöhnlich. Unzufriedene Bürger nutzten neue Parteien gern als "Projektionsfläche" für ihre eigenen Vorstellungen.

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(dpa)