"Bundeszentrum für Ernährung": Deutschland soll besser essen

"Bundeszentrum für Ernährung": Deutschland soll besser essen

Nach dem Vorbild der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung baut Agrarminister Christian Schmidt (CSU) nun auch ein Bundeszentrum für Ernährung auf.

Es soll bereits Anfang 2017 seine Arbeit in Bonn aufnehmen und das Wissen um das gesunde Essen in Deutschland massiv erweitern. In einem internen Eckpunktepapier, das unserer Redaktion vorliegt, ist die "Stärkung eines gesundheitsförderlichen Lebensstils durch Verbesserung des Ernährungsverhaltens" als erste Aufgabe genannt. Jeder Einzelne und bestimmte Zielgruppen sollen durch das Zentrum eine höhere "Ernährungs- und Lebensmittelkompetenz" erhalten, die Lebensmittel mehr wertschätzen und die Verschwendung stoppen. Ein Fokus liegt auf der Ernährung in den ersten tausend Tagen des Lebens inclusive Schwangerschaft. Aber auch den gesellschaftlichen Dialog über "Ernährungstrends der Zukunft" soll die neue Bundeszentrale fördern.

"Durch kommunikativ eigenständige Adressierung der Zielgruppen soll das neue Zentrum künftig als die Stimme und der Ansprechpartner für alle Fragen der Ernährung - vom Acker bis zum Teller - und in jedem Lebensalter wirken und wahrgenommen werden", heißt es in dem Eckpunktepapier weiter. Mitarbeiter vom Bundesamt für Landwirtschaft und vom Informationsdienst aid sollen den "personellen Nukleus" mit mindestens 50 Stellen bilden. Die Finanzausstattung des neuen Bundeszentrums liegt danach bei mehr als 20 Millionen Euro jährlich.

(may)