Alleinerziehende sollen um 600 Euro entlastet werden

Rückwirkend zum 1. Januar 2015 : Alleinerziehende sollen um 600 Euro entlastet werden

Alleinerziehende können nun doch schon von diesem Jahr an mit einer Aufstockung des jährlichen Entlastungsbetrags um 600 auf 1908 Euro rechnen. Darauf einigten sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur die Fraktionsvorsitzenden von Union und SPD am Dienstag in Berlin.

Zuletzt war eine Anhebung um jeweils 300 Euro in zwei Stufen bis 2016 geplant. Nun soll der Entlastungsbetrag - er wurde elf Jahre nicht angehoben - rückwirkend zum 1. Januar gleich um 600 Euro für das 1. Kind steigen. Für jedes weitere Kind wird der Betrag um zusätzlich 240 Euro erhöht. Der entsprechend geänderte Gesetzentwurf soll am Donnerstag im Bundestag beschlossen werden.

Den Staat kostet das jährlich 210 Millionen Euro. In Deutschland gibt es nach offiziellen Angaben rund 1,6 Millionen Alleinerziehende, davon 90 Prozent Frauen. Die CSU hatte bei ihrem Parteitag im März geschlossen die Erhöhung des Entlastungsbetrags gefordert.

Bei einer Klausurtagung im April in Göttingen verständigten sich die Fraktionsspitzen nach wochenlangem Streit auf die Aufstockung um 600 Euro. Diese war dann allerdings vor zwei Wochen vom Bundeskabinett in sogenannten Formulierungshilfen für den Antrag der Koalitionsfraktionen in zwei Stufen aufgeteilt worden.

(dpa)
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