"Germanys Next Topmodel": Fressen oder gefressen werden

"Germanys Next Topmodel": Fressen oder gefressen werden

Düsseldorf (RPO). Die zweite Woche von "Germanys Next Topmodel" führt die Mädchen auf eine erste große Reise. Im Zug übten sie das Laufen im Bikini, in Berlin machten sie ihr erstes richtiges Fotoshooting, bei der Fashion Week bewiesen sie sich erstmals vor Publikum - und im Hotel wartete der erste Zickenkrieg.

Schon der Einstieg hatte es ih sich. Im Zug erwartete die Jurypräsidentin die Kandidatinnen in einem leeren Abteil mit ihrer ersten Herausforderung. Der Mittelgang wurde kurzerhand zum wackligen Catwalk umfunktioniert, auf dem die Mädels den unvermeidlichen Bikini-Walk zu überstehen hatten. Für zwei Kandidatinnen war schon vor dem Erreichen des Berliner Hauptbahnhofes Endstation. Sie mussten aussteigen – waren raus aus dem Wettbewerb.

Die Verbliebenen stritten kurze Zeit später um die Zimmeraufteilung im Hotel. Luisa, fuhr aus der Haut, weil angeblich zu wenig Platz in den Zimmern gewesen sei und sie somit auf dem Gang warten musste. "Fressen oder gefressen werden", lautete ihr Kommentar dazu.

Später erhielten die Mädchen ihre erste Videobotschaft von Modelmama Heidi, die ihnen ein Fotoshooting mit einem Sänger namens Robbie und dem Schauspieler Johnny versprach. Dazu kam es tatsächlich, wenn auch nicht so wie viele erwartet haben dürften. Persönlich vorbei kamen die Frauenschwärme Robbie Williams und Johnny Depp leider nicht. Stattdessen erwartete die Mädchen am nächsten Tag ein Shooting im Wachsfigurenkabinett von Madame Tussauds.

An der Seite der beiden starren Stars mussten die Mädchen ihr Talent für einfallsreiches Posing unter Beweis stellen. Mit einigen war die Jurypräsidentin zufrieden, andere fand sie eher zum Gähnen. Und das zeigte sie auch hemmungslos. Ohne Verständnis für die ungewohnte Situation, in der sich die Anfängerinnen befinden, gab sie Kommentare zu langweiligem Posing ab und steigerte damit die Nervosität ins Unerträgliche.

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Immerhin: Svea beeindruckte die Jury durch Eifersüchteleien. Desiree hingegen war etwas zu steif unterwegs. Die zwei standen im direkten Vergleich zueinander. Hinzu kam noch, dass beide ein ähnlicher Typ mit dunklem Teint sind. Die russische Anna legte richtig los und zeigte sich von ihrer lasziven Seite. Sie war schon bei 16 Schönheitswettbewerben dabei und hat deshalb "Experience mit Schauspielen". Wenn es bei "Germanys Next Topmodel" nichts wird, will sie es mit der Schauspielerei in Amerika probieren.

Herausragend war Miriam, die Stuntfrau. Sie habe ihr besonders gut auf dem Laufsteg gefallen, teilte Heidi nach der Schau mit. Miriam war schon beim Casting in Köln positiv in Erscheinung getreten. Sie gab sich humorvoll und schlagfertig und konnte mit durchtrainierter Figur und großem Ehrgeiz punkten. Auch Alica ist eine vielversprechende Kandidatin. Sie durfte als letzte das Hochzeits-Outfit von Anja Gockel präsentieren, was allgemein als Ehre empfunden wird. Sie war bis jetzt eher die Unbekannte und tanzte auch noch nicht aus der Reihe.

Und dann gab es wieder eine Entscheidung. Nach altbekannter Manier ließ Heidi Klum ihre mitunter bissigen Sprüche los und ließ viele Mädchen lange zappeln. Die aufgeregten Mädchen wurden noch ein bisschen hingehalten, es gab Lob und Kritik, leere Blicke und viel Schweigen. Am Ende rollten erwartungsgemäß die Tränen. Sechs Mädels mussten gehen.

Am nächsten Donnerstag bekommen die verbleibenden 25 Kandidatinnen eine weitere Konkurrentin. Pauline stößt zur Gruppe dazu. Sie wurde bereits vor einigen Wochen bei "Wetten dass...?" aus einer kleinen Gruppe von Mädchen ausgewählt und kam somit um die ersten Herausforderungen herum. Laut Jury soll ein Drittel der Kandidatinnen ausgesiebt werden. Hoffentlich. Zu viele fragwürdige Schönheiten und nette Mädchen von nebenan gehören noch zur Runde. Nur wenige haben Profil und Potential.

(RPO)