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Polizei räumt Protestcamp im Hambacher Forst

Polizei räumt Protestcamp im Hambacher Forst

Nachdem Tagebaugegner zwei Tage lang mit einem Camp gegen die drohende Zerstörung des Waldes durch den fortschreitenden Tagebau Hambach protestier hatten, hat die Polizei mit der Räumung begonnen.

Das teilte ein Polizeisprecher am Donnerstag in Düren mit. Die Polizei hatte über Stunden davon gesprochen, dass nur eine Begehung stattfinde, um sich ein Bild von dem Camp zu machen. Nach einem "Zwischenfall" sei es zu einer neuen Lagebewertung gekommen, die zur Räumung geführt habe, sagte Polizeisprecher Willi Jörres.

Die Besetzer und die unterstützende Bürgerinitiative "Buirer für Buir" hatten schon Stunden vorher von Räumung gesprochen. Die Polizei sei mit einer Klettereinheit und RWE-Mitarbeitern angerückt. Ein Unterstand sei zerstört und Holz abtransportiert worden. Zwei Aktivisten hätten sich auf Bäumen verschanzt.

Bei der Inspektion des Lagers habe die Polizei dem Energiekonzern RWE Gelegenheit gegeben, herumliegende Sachen wie Holz wegzuräumen, sagte Jörres. Dabei sei es zu einem "Zwischenfall" gekommen. RWE habe daraufhin ein Aufenthaltsverbot ausgesprochen, dem die Besetzer nicht nachgekommen seien. Das habe zu einer neuen Lagebewertung und zur Räumung geführt.

Im November hatte die Polizei in einem tagelangen Großeinsatz ein erstes Protestcamp der Besetzer ganz in der Nähe geräumt. Ein Aktivist hatte sich in einer Erdhöhle verschanzt. 500 Polizisten und ein Heer von technischen Experten waren im Einsatz.

(lnw/das)