1. Panorama
  2. Deutschland

Berlin: Schüsse bei versuchtem Banküberfall - ein Verletzter

Sicherheitsmitarbeiter verletzt : Schüsse bei versuchtem Banküberfall in Berlin

Mehrere Täter haben in Berlin-Wilmersdorf versucht, eine Bank zu überfallen. Dabei seien sie laut Polizeisprecher am Dienstagvormittag auf zwei Sicherheitsleute gestoßen und es seien Schüsse gefallen.

Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes sei verletzt worden. Er werde im Krankenhaus behandelt, Lebensgefahr bestehe nicht. Ob die Täter Beute machten, war zunächst unklar. Sie sollen nach Polizeiangaben über den Hinterhof der Bank gekommen sein und mit ihrem Fahrzeug versucht haben, in die zu dem Zeitpunkt noch geschlossene Filiale zu gelangen.

Nach der Auseinandersetzung mit den Sicherheitsleuten hätten die Täter ihr eigenes Fahrzeug auf dem Hof in Brand gesetzt und seien in unbekannte Richtung zu Fuß geflüchtet, sagte der Polizeisprecher. Er sprach von einem „Verdeckungsbrand“ - gemeint sein dürfte damit, dass die Täter damit Spuren vernichten wollten. Kriminaltechniker untersuchten den Wagen vor Ort. Eine Drohne sollte für Luftaufnahmen eingesetzt werden. Zeugenbefragungen waren noch im Gange. 80 Einsatzkräfte waren vor Ort.

Ein Sprecher der Feuerwehr hatte zunächst von einem Einsatz wegen eines brennenden Geldtransporters gesprochen. Laut Polizei war kein Geldtransporter vor Ort. Die Behörde widersprach damit auch eigenen früheren Angaben, wonach es nach ersten Erkenntnissen zu einem Überfall auf einen Geldtransporter gekommen sei. Der brennende Wagen war von Polizisten gelöscht worden, bevor die Feuerwehr eintraf.

Zusammenhänge mit früheren Taten werden laut Polizei geprüft. Erst vor einigen Wochen, am 16. Juni, war ein Geldbote überfallen worden, der eine Bankfiliale in der Detmolder Straße mit Geld beliefern wollte. Zwei Unbekannte erbeuteten einen Koffer voller Scheine und entkamen - es soll eine halbe Million Euro gewesen sein. Am vergangenen Freitag hatte es zudem am Berliner Hermannplatz einen versuchten Überfall auf einen Geldboten gegeben.

(juw/dpa)