Schach Schach: Favorit erwischt Fehlstart

Wesel · Schachverein Wesel richtet in der Zitadelle bis Freitag die NRW-Meisterschaft aus. Martin Molinaroli, an Nummer eins gesetzt, verliert seine erste Partie.

 Mirko Kupinski vom Ausrichter Schachverein Wesel hätte am Samstag bei den Titelkämpfen beinahe gepunktet.

Mirko Kupinski vom Ausrichter Schachverein Wesel hätte am Samstag bei den Titelkämpfen beinahe gepunktet.

Foto: Ekkehart Malz

Premiere beim Schachverein Wesel: Der Club richtet seit Samstag zum ersten Mal in seiner Geschichte die NRW-Einzelmeisterschaft aus. "Wir freuen uns, dass wir vom Verband den Zuschlag bekommen haben. Schon der Auftakttag hat gezeigt, dass wir Schachsport auf hohem Niveau sehen werden. Das wird bestimmt auch zahlreiche Kiebitze aus den benachbarten Vereinen anlocken", sagte Matthias Trost, Pressewart des Ausrichters. Ralf Chadt-Rausch, Geschäftsführer des Schachbundes NRW, eröffnete die Titelkämpfe am Samstag mit dem stellvertretenden Bürgermeister Volker Haubitz und Ulrich Dimmek, Vorsitzender des Gastgebers. "Wir bedanken uns beim Schachverein Wesel dafür, dass er die Ausrichtung der Meisterschaft übernommen hat", sagte Chadt-Rausch.

Die Titelkämpfe werden in den Räumen des SV Wesel in der Zitadelle bis zum kommenden Freitag in sieben Runden nach dem Schweizer System ausgetragen. Die jeweiligen Paarungen werden mit einem speziellen Computerprogramm ermittelt. Zum Auftakt gab es schon eine Überraschung. Der an Nummer eins gesetzte Martin Molinaroli (Münster) verlor gegen Michael Meinhardt (Weidenau), der an Position neun der Setzliste steht.

Beim Turnier, bei dem sich die beiden Erstplatzierten für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren, sind auch zwei Spieler des Gastgebers dabei. Mirko Kupinski und Oskar Braun erhielten Freiplätze im 16-köpfigen Teilnehmerfeld. "Sie sind nur krasse Außenseiter und hoffen, vielleicht den einen oder anderen Punkt zu gewinnen", sagte Trost. Mirko Kupinski wäre dies am Samstag bei seiner knappen Niederlage gegen Eugen Heinert beinahe schon gelungen. Auch Oskar Braun hatte in seinem ersten Spiel das Nachsehen.

(josch)