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Fußball: Rütter: "Wir wussten, wie schwer es wird"

Fußball : Rütter: "Wir wussten, wie schwer es wird"

Oberligist PSV Wesel hat vor dem Heimspiel gegen den VfB Homberg Personalsorgen.

Roger Rütter lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Die Tatsache, dass der PSV Wesel in der Fußball-Oberliga nach einem guten Drittel der Saison auf dem letzten Tabellenplatz steht, ist für den Trainer kein Grund, jetzt in tiefe Depression zu verfallen. "Wir freuen uns immer noch darüber, dass wir in der Oberliga spielen dürfen. Und wir wussten ja auch, dass wir es sehr, sehr schwer haben werden", sagt Rütter. Das zeigte sich nicht zuletzt wieder bei der 1:6-Heimniederlage gegen die Sportfreunde Baumberg. Der PSV bewegte sich eine halbe Stunde auf Augenhöhe mit dem Gegner. Doch als dann in Christoph Ley und Dario Floris zwei Leistungsträger ausschieden, fehlte jegliche Ordnung im Spiel. "Da ist unser Kartenhaus zusammengefallen", gibt Rütter zu.

Einem Vorwurf will und kann der Trainer seinem Personal nicht machen. "Denn wir wissen ja, wo wir herkommen. Viele Akteure im Kader haben vor nicht allzu langer Zeit noch in der Bezirksliga gespielt", sagt Rütter. Dass der PSV mit der Mannschaft, die souverän Meister in der Landesliga wurde, in der Oberliga klar an die Grenze seiner Möglichkeiten stößt, ist für den Trainer auch eine Frage des Systems. "Der Sprung von der Landesliga in die Oberliga ist schon ungemein groß. Vielleicht wäre es besser, wenn es wie früher noch die Verbandsliga zwischen diesen beiden Klassen geben würde", sagt Rütter.

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Er steht mit seiner Mannschaft morgen im Heimspiel gegen den VfB Homberg aus doppeltem Grund vor einer schweren Aufgabe. Zum einen ist der Gast gut in Form. Der von Günter Abel, früher Coach des Weseler SV, trainierte VfB, schaffte in der Meisterschaft drei Siege in Folge und bezwang am Sonntag im Pokal den Ligarivalen TuRU Düsseldorf mit 3:0. Zum anderen ist das Personal beim Gastgeber knapp. Christoph Ley, Jari Ecker (beide erkrankt), Oliver Vos (Fortbildung), Dennis Sengbusch, Christopher Abel, Hendric Storm (alle verletzt) und Marcel Dahm (privat verhindert) sind nicht dabei. Der Einsatz von Kapitän David Mittelstädt (Grippe) ist zudem fraglich.

Einen Wechsel wird es auf jeden Fall im Tor geben. Patrick Erhart ist nach überstandener Verletzung wieder die Nummer eins des PSV, bei dem ein weiterer Akteur vor dem Comeback steht. Matthäus Cwiek ist nach seinem Kreuzbandriss wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. "Vielleicht kann er im November schon in der zweiten Mannschaft oder in Testpartien erste Spielpraxis sammeln", sagt Rütter.

(RP)