Solingen: Ohligser Wohnungsbau stellt Donnerstag Insolvenzantrag

Solingen: Ohligser Wohnungsbau stellt Donnerstag Insolvenzantrag

Wegen Zahlungsunfähigkeit stellt die Ohligser Wohnungsbau eG am Donnerstag Antrag auf Insolvenz. Dies kündigte am Mittwoch Vorstand Ulrich Uibel an. Nachdem das Oberlandesgericht Düsseldorf dem frühreren Geschäftsführer und Vorstand Wolfgang Schürmann Gehaltsnachforderungen für den Zeitraum September 2004 bis Ende März 2006 in Höhe von rund 175000 Euro zugestanden hatte - inklusive Zinsen sowie Prozess- und Anwaltskosten kommt eine Summe von etwa 299000 Euro zusammen - sieht die Genossenschaft jetzt "aus zwingenden, rechtlichen Gründen", so Uibel, keinen anderen Ausweg mehr als das Insolvenzverfahren.

Es werde eine sogenannte Planinsolvenz in Eigenregie beim Amtsgericht Wuppertal beantragt. Ziel sei es nicht, die Genossenschaft zu zerschlagen oder aufzulösen, sondern durch möglichst hohe Verzichte der Gläubiger eine Sanierung zu gestalten, ergänzte Ulrich Uibel. Mit dem Insolvenzantrg wäre auch der Pfändungs- und Überweisungsbeschluss, den Schürmann nach dem Urteil des Oberlandesgrichtes Düsseldorf gestellt habe, um an sein Geld zu kommen, hinfällig.

Man habe keinen neuen Kredit von den Banken bekommen, und aus dem normalen Geschäftsbetrieb sei die Summe, die das Gericht Schpürmann zugestanden habe, nicht aufzubringen. "Unser Konto ist in roten Zahlen, der Geschäftsbetrieb ist lahmgelegt, wir können kein Geld mehr bezahlen", erklärte Ulrich Uibel. Man gehe jetzt einen Weg, den vorher noch keine Genossenschaft gegangen sei.

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In einem Brief an die 1460 Mitglieder wird der OWB-Vorstand ankündigen, dass trotz des Insolvenzverfahrens niemand fürchten müsse, einen neuen Wohnungseigentümer zu bekommen oder dass die Mieten erhöht würden. Die Wohnungen und Häuser stünden nicht zum Verkauf an.

(RP)
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