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Solingen: Flüchtlinge in Sporthallen: Stadt sucht Alternativen

Solingen : Flüchtlinge in Sporthallen: Stadt sucht Alternativen

Die Resonanz war groß bei der gestrigen Informationsveranstaltung in der Aula des Gymnasiums Schwertstraße zur aktuellen Flüchtlingssituation in Solingen. Dort also, wo direkt nebenan 120 Flüchtlinge in einer Sporthalle vorübergehend untergebracht sind. Viele Schüler, Eltern und Lehrer - auch von der ebenfalls betroffenen Hauptschule Krahenhöhe - waren unter den rund 300 Zuhörern, die sich von Oberbürgermeister Norbert Feith und Jürgen Albermann, Leiter des Stadtdienstes Soziales, über die Notmaßnahme unterrichten ließen.

"Wir mussten etwas tun, was wir mit großer Kraft versucht haben nicht zu tun - den Eingriff in den Schul- und Sport-Ablauf ", versicherte Albermann. Es gebe derzeit keine andere Möglichkeit, als auf diese beiden Hallen zurückzugreifen. Warum die Wahl ausgerechnet auf die Sportstätten Schwertstraße und Krahenhöhe gefallen seien, begründete der Stadtdienstleiter mit alternativen Sportmöglichkeiten vor Ort, ausreichendem Platz für eventuell notwendige Container sowie die Voraussetzung, dass sich Flüchtlinge und Schüler auf einem Gelände nicht direkt begegnen. Trotzdem gab es Bedenken aus Eltern-Kreisen, dass die unmittelbare Nähe besorgniserregend sei. "Die Sorge können wir nachvollziehen, weswegen die Situation auch sehr sensibel betrachtet wird", entgegnete Jürgen Albermann. "Das Sicherheitspersonal ist geschult, ein Augenmerk darauf zu haben, dass das Miteinander funktioniert."

Die Amtshilfe für das Land Nordrhein-Westfalen sieht im Fall der beiden Sporthallen vor, diese vorerst auf sechs Monate vorzuhalten. "Wir suchen händeringend nach alternativen Möglichkeiten, um die Hallen für den Schul- und Vereinssport so schnell wie möglich wieder freizugeben." Eine Prognose konnte Albermann jedoch nicht abgeben.

(gra)