Radevormwald: E-Bikes sind mittlerweile wichtiger Bestandteil der Fahrrad-Kultur

Radevormwald: E-Bikes sind mittlerweile wichtiger Bestandteil der Fahrrad-Kultur

Immer mehr begeisterte Fahrradfahrer steigen auf E-Bikes um. Besonders rund um Radevormwald, wo die Strecken oft anstrengend werden und viele Höhenmeter überwunden werden müssen, liegen E-Bikes im Trend.

Die IG Bismarck lud am Sonntag nicht nur die Besitzer historischer Zweiräder zu einer Ausfahrt durch das Bergische ein, sondern verteilte auch Startkarten an E-Bike-Fahrer. Sie bewältigten zwar nicht die lange Triangeltour, lernten dafür aber eine schöne Strecke rund um die Trassen Radevormwalds kennen. Die Radwege und Landstraßen, die unter der Radroute R6 zusammengefasst sind, führten die E-Biker zunächst, gemeinsam mit den historischen Motorrädern, nach Wipperfürth. Die meisten E-Bike-Fahrer genossen die Strecke, bevor es auf dem Rückweg steil bergauf ging. "E-Bikes helfen zum Glück wirklich mit. Ich bin vor einigen Monaten umgestiegen, weil ich aus gesundheitlichen Gründen kaum noch ein normales Fahrrad im Bergischen Land fahren kann", sagt Lothar Löhr. Er wohnt auf einem Berg in Hückeswagen und muss immer, bei jedem Rückweg aus der Stadt, große Steigungen überwinden. "Mit 77 ist das irgendwann nicht mehr möglich. Ich bin froh, dass es E-Bikes gibt und sie auch immer erschwinglicher werden."

"Der Fahrradtourismus wird in unserer Region immer wichtiger. Deswegen wollten wir heute auch ein Angebot für E-Biker schaffen", sagte Tobias Kelter, Geschäftsführer der Naturarena "Das Bergische". Angeführt wurde die Gruppe von Jürgen Schreiber. Er verkauft nicht nur E-Bikes, sondern fährt auch selber eins. Nachdem er viele Jahrzehnte auf einem normalen Mountainbike verbracht hat, ist er vor einigen Jahren auf ein E-Bike mit unterstützendem Motor umgestiegen. Auf den ersten Blick sieht sein Fahrrad überhaupt nicht nach E-Bike aus. "E-Bike bedeutet nicht immer bequem oder unsportlich, ganz im Gegenteil."

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Dass E-Bikes mittlerweile wichtiger Bestandteil der Fahrrad-Kultur geworden sind, merkt man auch an dem Angebot an öffentlichen Ladestationen. "In den nächsten Jahren wird sich in diesem Bereich noch einiges tun, aber wir sind auf dem richtigen Weg", sagt Schreiber. An ein eigenes Ladegerät müssen aber trotzdem alle E-Biker denken. Bei Ladestation handelt es sich meistens lediglich um öffentlich zugängliche Steckdosen. "Eine Ladung kostet denjenigen, der die Steckdose zur Verfügung stellt ungefähr 30 Cent. Viele Gastronomen locken damit Kunden an". Seine Frau Kerstin ist mittlerweile auch auf ein E-Bike umgestiegen und genießt die Unterstützung durch den Motor. "Für mich ist das E-Bike eine Motivation, um noch mehr unterwegs zu sein und mich mehr zu bewegen."

Nach der Verschnaufpause in Wipperfürth ging es für die E-Biker entlang der Neye zurück nach Hückeswagen und von dort aus, immer bergauf, zurück zum Startpunkt an der Schlossmachergalerie in Rade. Das Museum der IG Bismarck empfing die müden Teilnehmer mit einer Stärkung und einer Medaille. Obwohl die E-Biker gestern in der Minderzahl waren, bereicherten sie die Buderus-Ausfahrt und stellten eine gute Ergänzung zu dem Tagesprogramm dar. Hartmut Behrensmeier von der IG Bismarck will E-Bikes in Zukunft weiter fördern und für ihre Fahrer neue Angebote schaffen. "Wir wollen diesen Trend aufnehmen und berücksichtigen", sagte er.

(trei)
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