SKM Neuss stellt sich neu auf

Neuss : SKM als Stabilitätsfaktor gelobt

Sozialverband tagt in Erfttal und verabschiedet den Vorsitzenden Klaus Karl Kaster.

Der Sozialdienst Katholischer Männer (SKM) ist mit seinem Angebot im Bürgerhaus, im „Kontakt“, und über die Streetworker zu einem Stabilitätsfaktor in Erfttal geworden. Erfttal sei zwar noch immer ein sehr heterogener Stadtteil, sagte der CDU-Stadtverordnete Heinz Sahnen, aber dank der seit 1972 geleisteten Stadtteilarbeit des SKM einer, in dem man gut-nachbarschaftlich zusammenlebt. Es gab also Gründe, warum der SKM seine Mitgliederversammlung ausgerechnet im „Kontakt“ abhielt und genau dort Klaus Karl Kaster nach 15 Jahren als Vorsitzender verabschiedete.

Denn Kaster hat Anteil an dieser Erfolgsgeschichte, die dazu beitrug, aus Erfttal ein sozialpolitisches Modell zu machen. Er machte sich für die Übernahme des Abenteuerspiellatzes in SKM-Trägerschaft stark. Und er war an der Entwicklung der „Lotsenpunkt“-Konzeption beteiligt. Diese Anlaufstellen für ältere Menschen im Quartier wurden in Erfttal erprobt, und bereits auf andere Ortsteile übertragen. Auch dem SKM in Neuss habe Kaster ein einmaliges Profil gegeben, erinnerte Philip Benning, der mit einem einstimmigen Mitgliedervotum ausgestattet Kaster im Vorsitz „beerben“ wird. Sein Beispiel für Kasters nachhaltige Wirkung: der „Jungen- und Männertag“. Diese Reihe sei zu einem Markenzeichen geworden, sodass bei der vierten Auflage im Herbst der SKM-Bundesverband als Partner an Bord kommt.

Neben Kaster nahm auch Pastor Jochen Koenig seinen Abschied, seit 38 Jahren geistlicher Beirat des SKM – und ein Erfttaler. 1980 übernahm Koenig seine erste Pfarrstelle an St. Cornelius und blieb bis zur Rente.

Dass der SKM, wie Stephan Meiser betont, „unter herausfordernden Rahmenbedingungen kostendeckend gewirtschaftet hat“, machte der Kassierer mit seinem Bericht deutlich, der ein Plus in Höhe von 22.000 Euro ausweist. Dafür wurde Meiser ebenso im Amt bestätigt wie die Beisitzer Georg Broich und Sebastian Rosen. Neuer zweiter Vorsitzender wurde Lothar Richers, neuer geistlicher Beirat Diakon Michael Linden. Als neuer Beisitzer komplettiert Hans-Peter Ooebel, lange Sozialamtsleiter der Stadt, den Vorstand.

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