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Neues Leben im Further Hof

Neues Leben im Further Hof : Guter Start für den neuen Further Stadtteiltreff

Der „Further Hof“ war einst als Kneipe eine Institution und soll es als Treff für alle Generationen wieder werden.

„Es soll für jeden etwas dabei sein“, sagt Katrin Hoffmann über das neueste Projekt auf der Neusser Furth. Die Eröffnung des Stadtteilzentrums in der ehemaligen Kultkneipe „Further Hof“ wurde von vielen Besuchern sehr freudig begrüßt und gefeiert. Unter den Gästen befanden sich auch zahlreiche Politiker – angeführt von Bürgermeister Reiner Breuer. Der brachte viel Zeit mit an die Further Straße und ließ es sich nicht nehmen, den neuen Treffpunkt für Jung und Alt persönlich zu eröffnen.

Um Punkt 15 Uhr war es dann so weit. Musikalisch begleitet wurde die Eröffnung durch die Bands „Elele“ und Swift, dazu gab es ein Bühnenprogramm mit Beiträgen von Aleviten, tamilische und bosnische Folklore und auch einen Beitrag einer Further Karnevalsgruppe. Das kostenlos zur Verfügung stehende Eis sprach Jung und Alt an und lieferte den ersten Gesprächsstoff.

Das Stadtteilzentrum Further Hof wurde von der Arbeiterwohlfahrt (Awo) ins Leben gerufen und wird künftig von der Awo auch getragen. Es soll der Zusammenführung der Generationen und Nationalitäten dienen. Junge Familien treffen auf Senioren, und es entstehe für jedermann die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen und die Einsamkeit in der eigenen Wohnung zu umgehen, berichtet Awo-Geschäftsführer Bülent Öztas, der gemeinsam mit der Awo-Vorsitzenden Gertrud Servos zur Eröffnung gekommen war.

Das Jugendprogramm bezieht sich auf die Personengruppe im Alter von 17 bis 27 Jahren. Ansprechpartnerin für dieses Klientel ist Sarah Laumen. Sie ist eine von zwei Festangestellten und, wie ihr der SPD-Stadtverordnete Heinrich Thiel bescheinigt, „eine richtig Gute.“ Gemeinsam mit ihrer Kollegin Katrin Hoffmann, die die eigentliche Stadtteilarbeit verantwortet,  kümmert sie sich um die Probleme und Wünsche der Besucher und gibt Hilfestellung, wenn Hürden zu überwinden sind. Der Begriff Hürden definiert sich sehr unterschiedlich. Damit können bürokratische Hürden gemeint sein, Erziehungsprobleme oder der Wunsch sich  weiterbilden zu wollen – und dabei alleine nicht weiterzukommen.

Die Wünsche werden von den beiden fest angestellten Mitarbeiterinnen und ehrenamtlichen Helfern, gehört. In naher Zukunft sollen vielseitige Workshops veranstaltet werden, die nicht zuletzt Anregungen und Wünsche der Besucher aufgreifen Gleichzeitig sollen sie die unterschiedlichsten Menschen zusammenführen. Erste Ideen sind zum Beispiel Vorstellungsrunden unterschiedlicher Kulturen oder die Gründung von Gruppen, die sich wöchentlich treffen. Von einer Stillberatung für junge Mütter über eine „African Community“ bis hin zu einem Seniorenbuchclub kann jede Idee zur Tat werden. Ideen dürfen jederzeit eingebracht werden, Schüchternheit sei fehl am Platz, sahen Hoffmann und Laumen. Sie setzen auf einen offenen Umgang, weil das die Grundlage für ein vertrautes Verhältnis und eine vielversprechende Zukunft des Stadtteilzentrums schaffe.