Neuss: "Lukas" hilft Frühgeborenen

Neuss : "Lukas" hilft Frühgeborenen

Professor Engelmann freut sich über ein Wiedersehen mit kleiner Patientin.

Diese Patienten sind immer die kleinsten. In der Kinderklinik des Lukaskrankenhauses werden auf zwei speziellen Stationen extrem Frühgeborene gut versorgt und behutsam "aufgepäppelt". Dort liegen Jungen und Mädchen ab einem Geburtsgewicht von nur 400 Gramm. Jetzt hat die Ärztekammer Nordrhein diese Neonatologie genannte Abteilung ausgezeichnet.

Damit bestätigt die Kammer, dass die Anforderungen der G-BA-Richtlinie (Gemeinsamer Bundesausschuss) über "Maßnahmen zur Qualitätssicherung der Versorgung von Früh- und Reifegeborenen an ein Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe (Level 1)" erfüllt sind. Das Perinatalzentrum am Lukaskrankenhaus ist eines der ersten Zentren des Landes mit dieser Auszeichnung, betont das Lukaskrankenhaus in einer Mitteilung. Die Ärztekammer Nordrhein habe dabei besonders das "sehr engagierte, professionelle Team und eine gute Vernetzung aller Fachbereiche" hervorgehoben.

"Wir waren schon sicher, dass wir das gut machen. Nun ist uns das nach ausführlicher Überprüfung bestätigt worden", sagt Professor Guido Engelmann, Chefarzt der Kinderklinik. Die kleinen Patienten liegen erst auf der Intensiv-, dann auf der "Großwerdstation" bis etwa zum Erreichen des "normalen" Geburtstermins. Das können bis zu 16 Wochen sein, bei Komplikationen entsprechend länger. Strenge Vorgaben regeln die Betreuung: Gleich nach der Geburt (und danach je nach Komplikation) ist eine 1:1-Versorgung gefordert. Das Team begleitet die Kinder über einen krankenhaus-untypischen langen Zeitraum. Und wenn es dann zu einer Begegnung wie der vor wenigen Tagen kommt, ist die Freude groß: In der Ambulanz der Kinderklinik traf Engelmann auf ein zwei Jahre altes Mädchen. "Die Kleine quasselte und rannte überall herum", erzählt der Chefarzt und erinnert sich: "Geboren wurde sie bei uns mit einem Gewicht von 420 Gramm."

(NGZ)
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