Stars of the Galaxy in Mönchengladbach: Lichtschwertkämpfe für Fans

"Stars of the Galaxy": Schwertkämpfe mit der Science-Fiction-Klinge in Mönchengladbach

Einmal in die Rolle eines Jedi zu schlüpfen und sich mit einem Lichtschwert spannende Duelle zu liefern, ist sicherlich der Traum vieler Star-Wars-Fans. Nun bekamen Klein und Groß die Chance dazu.

Langsam und im Rhythmus seines unverkennbaren Atemgeräuschs ging er die Treppe hinab. Als er durch die Tür getreten war und sein rotes Lichtschwert zog, waren alle Blicke auf ihn gerichtet. Und auch wenn es nicht der echte Darth Vader war, so war die Motivation, es mit dem Bösen in der Galaxis aufzunehmen, nach diesem Auftritt bei allen spürbar gewachsen.

Es glich einer Szene aus dem Jedi-Tempel, was sich den Besuchern im "Becken" der Filmfigurenausstellung "Stars of the Galaxy" am Berliner Platz bot. In mitten der Kulisse des Eisplaneten "Hoth", bekannt aus "Star Wars: Das Imperium schlägt zurück", duellierten sich kleine und große Fans der Weltraumsaga mit funkelnden Lichtschwertern - die meisten davon in aufwendigen Kostümen. Anlässlich des großen Erfolgs der neuesten Episode der Science-Fiction-Reihe luden die Betreiber der Ausstellung zum offenen Lichtschwerttraining. Aber wer denkt, dass hier nur einige Fans mit ihrem Lichtschwert spielten, der irrt. Denn hier wurde professionell trainiert.

Thorsten Schmidt von der Cologne Lightsaber Combat Group übernahm an diesem Tag die Rolle des Jedi-Meisters. Zu Beginn einige Grundlagen, wie die richtige Haltung des Schwerts und einen festen Stand. Die rund zehn Padawane - so heißen die Jedi-Schüler im Weltraummärchen - aus allen Altersklassen lernten schnell und so kamen die ersten Schrittabläufe, Grundparaden und Stöße dazu. Im Gespräch erklärte Schmidt, worauf es beim Lichtschwertkampf ankommt.

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"Wir orientieren uns an dem Kampfstil aus der Original-Trilogie. Der Kampfstil in den Filmen basierte auf Techniken des europäischen Schwert- und Stockkampfes, der schon seit Jahrhunderten ausgebildet wird". Dabei gehe es nicht darum, mit vielen schnellen Bewegungen das Schwert auf den Gegner niedersausen zu lassen - den Stil gibt es auch - sondern kontrollierte und kraftvolle Angriffe zu zeigen. "Die Ästhetik ist hierbei besonders wichtig." Ohnehin kämpfe man miteinander und nicht gegeneinander. "Durch die jeweilige Haltung des Schwerts kann man vorausahnen, was der Gegner vorhat. Ob er links oder rechts, oben oder unten attackiert oder gerade zustößt, wie beim Fechten", ergänzte der Trainer.

Nach den ersten Übungen war es an der Zeit, das Gelernte auch im Duell in die Tat umzusetzen. Anfangs waren vor allem die kleineren Jedi-Anwärter noch etwas zögerlich, aber bald flogen die bunten Lichtschwerter mit beinahe filmreifer Präzision durch die gedimmte Atmosphäre der Ausstellung. Darunter befand sich auch der neunjährige Elias. Seine Mutter Sonja ist im Internet auf diese Veranstaltung aufmerksam geworden. "Seit dem neuesten Film sind mein Sohn und seine Freunde wieder ganz im Star-Wars-Fieber", erklärte die Erkelenzerin. "Da ist dieses Event natürlich ideal". Selbst habe sie nie so viel mit der Weltraumsaga zu tun gehabt, beeindruckt von der Ausstellung und der Professionalität der Schwertkämpfer sei sie aber trotzdem.

"Wir sind eine Interessensgemeinschaft von etwa zehn Leuten, die sich einmal im Monat in einem Kölner Dojo trifft, um zu trainieren. Bei uns kommt die Leidenschaft für den Schwertkampf und für Star Wars zusammen", sagte Robin Geiger, Mitglied der Lightsaber Group. Die Lichtschwert-Szene sei vor allem in Italien und Frankreich sehr groß. "Wir haben aber noch nicht das Niveau, um an dortigen Turnieren teilzunehmen".

(dola)