Mönchengladbach: Stadtbediensteter soll Beihilfe betrogen haben

Mönchengladbach: Stadtbediensteter soll Beihilfe betrogen haben

Die Durchsuchung eines Spindes in der Feuerwache Holt in der vergangenen Woche geschah, weil ein städtischer Bediensteter im Verdacht steht, die Beihilfe betrogen zu haben.

Das sagte gestern Oberstaatsanwalt Lothar Gathen. In diesem Zusammenhang sei auch die Privatwohnung des Stadtmitarbeiters durchsucht worden. Die Beihilfe ist eine finanzielle Unterstützung in Krankheits-, Geburts-, Pflege- und Todesfällen für deutsche Beamte. Dass ein städtischer Bediensteter Medikamente aus Rettungswagen gestohlen haben soll, diesen Verdacht habe es auch gegeben.

Dies sei aber ein älterer Fall. "Der Vorwurf konnte auch nicht erhärtet werden", sagte Polizeisprecher Jürgen Lützen. Im aktuellen Fall, in dem es um ein Vermögensdelikt geht, laufen die Ermittlungen noch, weshalb die Staatsanwaltschaft auch gestern dazu noch keine Auskünfte geben konnte. Bekannt geworden war die Durchsuchung bei der Feuerwehr am Gründonnerstag, kurz vor den Ostertagen. Die zuständigen Sachbearbeiter bei Polizei und Staatsanwaltschaft waren zunächst nicht zu erreichen.

In Feuerwehrkreisen wurde die Polizeiaktion auf den Medikamenten-Fall zurückgeführt. Gestern sorgte Staatsanwalt Gathen für Klarheit. Der städtische Mitarbeiter, dem Betrug zum Nachteil der Beihilfe vorgeworfen wird, ist nach Auskunft des Stadtsprechers zurzeit freigestellt.

(gap)