Mettmann: Mehrgenerationenhaus lockt viele Besucher an

Mettmann: Mehrgenerationenhaus lockt viele Besucher an

Seit 45 Jahren gibt es die Einrichtung im Herzen der Stadt am Königshof. Auch die Freizeitwerkstatt gehört dazu.

Es ist eine Erfolgsgeschichte: Seit nunmehr 45 Jahren steht das Mehrgenerationenhaus (vormals Jugendhaus) im Herzen der Stadt am Königshof. Das wurde am Samstag mit einem großen Kinder- und Familienfest gefeiert. Von 12 bis 17 Uhr konnten sich die Kinder an vielen Mitmachstationen austoben, im Hof wurde gegrillt und alle Speisen und Getränke waren dank Sponsoring gratis. Jennifer Biedron, Mitarbeiterin der Abteilung Jugendförderung, gab Laufkarten aus, auf denen sich die Kinder die Teilnahme an sechs der acht Spielstationen abstempeln lassen konnten. Es sollte kein Kräftemessen sein, einmal hüpfen auf der Hüpfburg reichte, auch wenn dergleichen den Halbwüchsigen viel zu viel Spaß machte, um es dabei zu belassen. Danach ging es gleich nebenan weiter, wo man sich in bunten Farben auf der XXL-Leinwand verewigen konnte. Im ersten Obergeschoss war eine Torwand aufgebaut, die vor allem die Jungs anlockte.

Wer noch ein paar Stufen mehr steigen wollte, konnte sich aus der obersten Etage mit Sicherheitsgeschirr durchs Treppenhaus abseilen lassen. "Das haben wir nicht mit auf die Stempelkarte genommen, weil sich das nicht jeder traut", erklärte Jennifer Biedron. Komplettiert wurde der Spaß mit Schokolinsen-Wettessen, Kinderschminken (bei dem FSJ-lerin Fatima Martinez geduldig die Wünsche aller Kinder erfüllte) und die so genannte "Photo Booth". Hier konnte man sich einen Hintergrund auswählen, der mittels Greenscreen-Technik eingefügt wurde, und das eigene Portrait gleich ausdrucken und mit nach Hause nehmen. Wer alle Stempel beisammen hatte, nahm an der Tombola teil. Axel Meven, seit zehn Jahren Sachgebietsleiter Jugendförderung bei der Stadtverwaltung, ist auch Hausherr im Mehrgenerationenhaus. "Das Wichtigste war die anfängliche Entscheidung, das Jugendzentrum in die Mitte der Stadt zu bauen", sagt er. So wurde das Jugendhaus, das tatsächlich als solches neu gebaut wurde, im Jahre 1973 eröffnet. Seit 2006 heißt es "Mehrgenerationenhaus" und seit 1995 hat auch die Freizeitwerkstatt ihren Sitz dort. Die handwerklich begabten Ruheständler fertigen Produkte mit Kindern und für Kinder an und schenkten dem MGH zum Jubiläum ein Glücksrad mit magnetischen Abstandhaltern. "Wir schaffen ehrenamtlich Produkte, die dem Gemeinwohl dienen" erklärt Eckhard Wagner. "Wir freuen uns aber über kleine Spenden, um unsere Materialkosten zu bezahlen".

(RP)