Mettmann: Glanzvolles Neujahrskonzert

Mettmann: Glanzvolles Neujahrskonzert

Das Publikum der fast dreistündigen Veranstaltung der Kreissparkasse ist begeistert.Stephen Harrison begleitet die Gesangssolisten einfühlsam am Flügel. Am Ende schmettern die Solokünstler gemeinsam "O sole mio".

Das neue Jahr mit einem musikalischen Glanzpunkt zu beginnen, ist eine Tradition, die das Mettmanner Publikum zu schätzen weiß. Das 23\. Neujahrskonzert der Kreissparkasse Düsseldorf war nicht nur in Wülfrath, sondern auch in Mettmann ausverkauft und wurde am Ende mit Standing Ovations belohnt. Veranstaltungsleiter Karl-Heinz Nacke führte trotz Beinverletzung mit sichtbarer Freude durch ein Programm mit hochkarätiger Besetzung.

Stephen Harrison, Operndirektor der Deutschen Oper am Rhein, ersetzte am Flügel das Orchester und verschaffte den herrlichen Stimmen durch einfühlsame Begleitung ganz besondere Leuchtkraft. Während im Allgemeinen die Opern- und Operetten-Arien im Vordergrund standen, sorgten zwei Beiträge auch für ungewöhnliche Töne. Gleich zu Beginn des Konzerts begeisterte der Schüler des HHG und der Musikschule Fabian Otten mit warmen und geheimnisvollen Klängen auf dem Marimbaphon. Am Xylophon glänzte er in Begleitung von Stephen Harrison mit Gustav Peters fröhlich-virtuoser Zirkusmelodie "Erinnerung an Zirkus Renz".

Nach der Pause sorgte Anke Angel für Überraschung: Die quirlige Niederländerin verband in furiosem Klavierspiel und mit variationsreicher Stimme Boogie Woogie mit Wiener Walzer, Gospel, Blues und Oper. Das ausgedruckte Programm war in diesem Jahr die eine Sache, die Spontaneität der Künstler eine etwas andere. Zum Abschied von der Wülfrather Stadthalle, in der er oft zu Gast war, war der beliebte Tenor Otoniel Gonzaga als Überraschungsgast eigens aus Ohio eingeflogen. Das Publikum hatte damit das ungewöhnliche Vergnügen, das "Nessum Dorma" aus Puccinis "Turandot" als Duo mit Yikun Chung zu hören. Der koreanische Tenor ließ sich trotz Erkältung keine stimmliche Schwäche anmerken.

Tannhäuser und Carmen

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Bereits bewährt bei den Neujahrskonzerten ist auch der Bariton Thomas Laske, der mit seiner ruhigen, kraftvollen Stimme Arien aus "Tannhäuser" und "Carmen" vortrug. Neu bei den Neujahrskonzerten und nicht nur als Ohrenschmaus brillant, sondern auch als Augenweide sehr tauglich waren die beiden Sopranistinnen Marina Vyskvorkina und Agnieszka Tomaszewska. Stimmsicher und ausdrucksstark gab Vyskvorkina (von der Staatsoper Prag) mit einer Arie aus Donizettis "Lucia di Lammermoor" ihren Einstieg. Nach der Pause sorgte sie mit ihrem "Kusswalzer" für Heiterkeit und einen Running Gag.

Agnieska Tomaszewska (Mitglied der Staatsoper Warschau) überzeugte mit "Caro Nome" aus Rigoletto und gemeinsam mit Thomas Laske als Papagena aus Mozarts Zauberflöte. Witzig: Am Ende schmetterten die Solokünstler gemeinsam "O sole mio".

Nach fast dreistündigem Programm und mehreren Zugaben war es endgültig "Time to say Goodbye."

(RP)
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