Mettmann/Erkrath/Wülfrath: Die Möhnen führen das Regiment

Mettmann/Erkrath/Wülfrath: Die Möhnen führen das Regiment

Die Frauen waren gestern klar im Vorteil. Sie konnten tun und lassen, was sie wollten. Können sie sonst natürlich auch. Aber an Altweiber ist alles ein bisschen anders.

Schon früh zog es die Narren (Männlein und Weiblein) gestern Morgen in die Landeshauptstadt. Die Regiobahn diente meist als Transportmittel. Doch wer den Weg nach Düsseldorf scheute, kam auch in Mettmann, Erkrath und in Wülfrath voll auf seine Kosten. Im Mettmanner Rathaus herrschte Ausnahmezustand. Die Hierarchie war Makulatur. Allgemeine Verbrüderungsszenen wurden beobachtet. Bürgermeister Thomas Dinkelmann und sein Gefolge hatten jedenfalls ausgesprochen gute Laune und feierten bei Bier und Sekt den Altweibertag.

In der Kantine des Kreishauses steppte (wie immer) der Bär. Die schlechte Nachricht: Kreisdirektor Martin M. Richter, ein echter Karnevalsfreund, der immer am Start ist, fehlte diesmal. Er ist krank. Gute Besserung! Dafür war Landrat Thomas Hendele unter der Narrenschar. Er ging als (Bettel)-Mönch. Die Türsteher zählten rund 300 Menschen, die im Kreishaus nach der Mucke von DJ Alex feierten. Einige hatten witzige Kostüme an, wie Conny und Peter, die als Handtasche gingen ("Wir stecken alle in die Tasche". Singend und tanzend feierten viele hundert Möhnen in Erkraths Närrischer Markthalle. Es war ein jeckes Open-Air mit sieben Stunden Live-Musik.

(RP)