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Wuppertaler SV: WSV-Hools greifen Kameramann an

Meerbusch : WSV-Anhänger greifen Kameramann an

Anhänger des Fußball-Oberligisten Wuppertaler SV haben am Mittwochabend in der Halbzeit des Spiels gegen den TuS Bösinghoven auf der Sportanlage des SSV Strümp einen Kameramann attackiert. Die Polizei, die mit massivem Aufgebot an der Spielstätte Präsenz zeigte, führte wenig später drei Männer ab.

Auch nach dem Schlusspfiff kam es zu einem Handgemenge - hinter einem Bierpavillon. Nach knapp einer halben Minute waren Polizisten und Security vor Ort und klärten die Situation.

Rund 200 Anhänger des WSV waren nach Meerbusch gekommen, um die Begegnung gegen den TuS Bösinghoven zu verfolgen. Die Polizei, die auch ihre Reiterstaffel einsetzte, hatte die Situation jederzeit unter Kontrolle. Bereits am Mitwochmittag war sie mit einem halben Dutzend Mannschaftswagen nach Strümp gekommen.

Die WSV-Fans haben in Fußballkreisen den Ruf, gewalttätig zu sein. Unbekannte hatten vor zwei Tagen die Situation zusätzlich angeheizt, indem sie in Strümp Handzettel verteilten, die den Eindruck erweckten, sie stammten von der Polizei. Auf diesen gefälschten Zetteln wurde ausdrücklich vor den WSV-Anhängern gewarnt.

Der TuS Bösinghoven machte mit einem 5:3 (0:1)-Erfolg gegen den Wuppertaler SV einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Nach einer verhaltenen ersten Hälfte, in der die Gäste wie aus dem Nichts in Führung gingen, überschlugen sich die Ereignisse im zweiten Abschnitt. Gleich zweimal baute der WSV seine Führung auf zwei Tore aus, doch der TuS drehte die Partie noch zu seinen Gunsten.

(RP)